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Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist Überträger von Borrelien, die eine Borreliose verursachen können.
Borreliose ist die am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit. In Österreich erkranken daran jährlich rund 50.000 Menschen.
Nun wird ein neues Medikament getestet: ein antibiotika-hältiges Gel. Es wäre nach erfolgreicher Zulassung das erste Medikament, das vorbeugend wirkt, weil es die Borrelien bekämpft, bevor sie sich im Körper ausbreiten. Der Wirkstoff Azithromycin ist bereits in Tablettenform als Antibiotikum, unter anderem auch bei Borreliose, im Einsatz. Um die Wirkung des Medikaments auf die Bissstelle zu begrenzen und somit Nebenwirkungen zu minimieren, wurden in früheren Studien Substanzen wie zum Beispiel Öle getestet, die das Eindringen des Antibiotikums in die Haut ermöglichen. Ohne Erfolg: Die Substanzen wurden schlecht aufgenommen, und der Wirkstoff erreichte die tieferen Hautschichten nicht.
"Mit der neuen Gelformulierung ist jetzt eine wirksame, nebenwirkungsarme Behandlungsmethode gefunden worden. Die bisherigen Studienergebnisse sind als erfolgreich einzustufen und sprechen dafür, dass das Gel sehr gut wirkt", so Sabine Stauga, Studienärztin am Bernhard-Nocht Zentrum für Klinische Studien (BNCCT), in einer Aussendung. Denn Wissenschaftler beobachteten eine gute Wirksamkeit des Gels im Tiermodell. Auch zeigten Studien, dass das antibiotikahaltige Gel leicht in die Haut gesunder Menschen eindringe und gut verträglich sei.
Studienteilnehmer bis Herbst 2012 gesucht
Für die letzte Studienphase suchen die deutschen und österreichischen Studienzentren noch bis zum Herbst 2012 Personen zwischen 18 und 80 Jahren, die innerhalb der letzten drei Tage von einer Zecke gebissen wurden. Die Zecke sollte mitgebracht werden oder noch in der Haut stecken. Über 500 Probanden nehmen bereits an der Studie teil. Betroffene Personen aus Deutschland, die an einer Studienteilnahme interessiert sind, können das BNCCT unter der Telefonnummer 040 42818-367 oder per Email unter studien@bnitm.de kontaktieren. Weitere Studienzentren in Österreich und Informationen zum Thema Borreliose finden Interessierte über die offizielle Studienwebsite http://www.zeckenstudie.com. (red, derStandard.at, 4.6.2012)
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Jedoch muss festgehalten werden, dass die Medizin sich nach wie vor weigert Borreliose als chronische Krankheit anzuerkennen. 4 Wochen Antibiotika und austherapiert.
Danach werden die Patienten mit dieser schrecklichen, fortschreitenden Krankheit alleine gelassen.
durch lokale anwendung kaum systemische wirkung und dadurch verursachte resistenzen (was die borrelien anbelangt egal, weil keine mensch-mensch-übertragung stattfindet).
wenn es denn funktioniert wird vermutlich sogar der antibiotikaeinsatz reduziert - bei einer erkrankung sieht die therapie üblicherweise langfristige einnahme relativ hoher dosen vor...
äußere anwendung v. antibiotika fördert garantiert resistenzen, genauso wie das schlucken von hohen dosen desselben. interessant wäre der vergleich der "resistenzbildungswahrscheinlichkeit". und was mensch-mensch übertragung anbelangt - lässt sich natürlich schwer nachweisen, doch gibts genug fälle von zb liebespärchen, bei denen der partner ebenso eine borreliose bekommen hat, auch ohne direkte exposition.
soll also nicht heißen, dass diese salbe per se schlecht ist, doch das kosten-nutzen verhältnis muss man doch vorher genau evaluieren - borrelien verbleiben ja auch im körper, ob da eine salbe sinnvoll ist, wäre rauszufinden.
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