Bei Bundesländern tut sich Schere auf

Die Steiermark war mit plus 3,9 Prozent Wachstumsspitzenreiter im Jahr 2011, Kärnten mit zwei Prozent Schlusslicht

Wien - Die Steiermark war 2011 zum zweiten Mal in Folge Spitzenreiter bei der wirtschaftlichen Entwicklung der österreichischen Bundesländer. Mit 3,9 Prozent Wirtschaftswachstum waren die Steirer fast doppelt so dynamisch wie das Schlusslicht Kärnten, das nur auf 2,0 Prozent kam. Über dem Österreich-Schnitt von 3,0 Prozent lagen mit jeweils 3,1 Prozent noch Oberösterreich und das Burgenland, das insgesamt am besten durch die Krise gekommen ist. 2012 sollten die breit aufgestellten Industrie-Bundesländer Oberösterreich und Vorarlberg zu den wachstumsstärksten Regionen zählen.

Exportgetriebe Erholung

Nur ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum konnten einer am Montag veröffentlichten Studie der Bank Austria zufolge im Vorjahr die Bundesländer Tirol, Niederösterreich und Vorarlberg mit jeweils 2,9 Prozent Wachstum, sowie Wien mit 2,8 Prozent und Salzburg mit 2,7 Prozent erreichen. Ende 2011 hatten mit Ausnahme von Kärnten alle Bundesländer das Vorkrisenniveau überschritten. Die Erholung sei vor allem exportgetrieben gewesen, mit Ermüdungserscheinungen zu Jahresende.

Für das laufende Jahr wird wegen der Eurokrise, verschärfter Fiskalpolitik und schwächerer Exportunterstützung generell für Gesamt-Österreich gegenüber 2011 nur mehr ein verhaltenes Wachstum von 0,8 Prozent prognostiziert. Überdurchschnittlich sollte es neben Oberösterreich und Vorarlberg auch in Tirol mit jeweils 1,0 Prozent sowie der Steiermark und dem Burgenland mit jeweils 0,9 Prozent ausfallen. Wien sollte bei 0,8 Prozent zu liegen kommen, während Niederösterreich (0,7 Prozent), Salzburg (0,7 Prozent) und Kärnten (0,6 Prozent) auch 2012 erneut unterdurchschnittlich performen dürften. (APA, 4.6.2012)

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