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vergrößern 500x333Für die einen bedeutet Internet im Flieger, ihren Facebook-Status aktuell halten zu können, andere wollen einfach arbeiten.
Heute ist ein Leben ohne Internet unvorstellbar geworden. Egal ob im Beruf oder im Privatleben, ob zu Hause, im Park oder im Zug, wir surfen immer und überall. Ohne die Möglichkeit, im Internet zu surfen, fühlen sich viele wie in vorübergehender Isolationshaft, verlieren scheinbar den Draht zur Außenwelt und werden nervös.
Seit geraumer Zeit bieten einige Airlines Internet an Bord an. Und wofür nutzen die Fluggäste das Internet? Laut einer Delta-Umfrage in erster Linie für Facebook. Für viele jedoch bietet Internet an Bord aber auch die Möglichkeit, im Flieger zu arbeiten.
Angebote variieren
Singapore Airlines begann bereits im Jahr 2000, Internet an Bord anzubieten, inzwischen haben zahlreiche Fluglinien WLAN-Netze für ihre Gäste geöffnet. Dazu gehören etwa die deutsche Lufthansa, British Airways, Virgin America und Emirates.
Allerdings wird der Internetzugang nicht auf allen Strecken, nicht in allen Fliegern und auch nicht in allen Flugklassen angeboten. Bei der Lufthansa gibt es das Service etwa nur auf Langstreckenflügen in die USA und nach Japan und zu einigen Destinationen in Südamerika. British Airways bietet Internet nur Gästen der ersten Klasse an. Der Trend geht jedoch bei allen Airlines eindeutig dahin, dass in Zukunft auf allen Flügen, unabhängig von Klasse und Flugdauer, Internet angeboten wird. Bei Air Berlin und Austrian Airlines hingegen ist im Moment von Internet noch nicht einmal die Rede. Auch Air France bietet keinerlei Web-Service an.
Erhebliche Preisunterschiede
Die Preise für die Internetnutzung variieren von Airline zu Airline ganz erheblich und werden entweder nach verbrauchtem Datenvolumen oder nach verbrachter Online-Zeit verrechnet.
Die Lufthansa etwa berechnet für eine Stunde 10,95 Euro, ein 24-Stunden-Paket gibt es für 19,95 Euro. Bei Emirates kosten fünf Megabyte etwa sechs Euro, 25 MB gibt es für zwölf und 100 MB für 20 Euro. Etihad verrechnet pro Flug rund 7,70 Euro bei Mobiltelefonen und Tablets und 15,50 Euro bei Nutzung mit dem Laptop. Singapore Airlines verlangt für zehn Megabyte etwa zehn Euro, Delta (nur innerhalb der USA und Kanadas) verkauft den 24-Stunden-Pass für neun Euro.
Kein Wunsch nach Telefonie
Anders sieht die Sache bei der Handynutzung aus. Vor allem die Passagiere stehen dem Telefonieren an Bord eher skeptisch gegenüber. Eine aktuelle Skyscanner-Umfrage unter 645 Fluggästen hat ergeben, dass 86 Prozent eigentlich gar keine Mobilfunkverbindung in der Luft haben wollen. Immerhin würden 48 Prozent so ein Service nutzen, um SMS zu verschicken. Lufthansa und Singapore Airlines haben das gleiche Ergebnis erhalten, die Passagiere wollen eigentlich die klassische Telefonie nicht an Bord haben.
Mit dem Handy telefoniert werden kann bereits jetzt bei Etihad, allerdings muss man dafür am Platz bleiben, die Kosten sind vom Mobilfunkanbieter abhängig. Bei British Airways darf das Handy verwendet werden, Gespräche sind jedoch verboten. Ebenso hält es Singapore Airlines. Air France verbietet die Nutzung von Mobilfunkgeräten.
Bis auf weiteres bleiben Flugpassagiere also von lauten Telefongesprächen der Sitznachbarn verschont. Allerdings ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch in Flugzeugen Internet und Mobiletelefonie zum Alltag werden. (red, derStandard.at, 4.6.2012)
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Bleibt nur zu hoffen, dass die Airlines nicht wegen ein paar paranoider Ruhefanatiker auf den Gedanken kommen, Internetdienst nur mit VOIP-Unterdrückung anzubieten. Dann kann es mir gestohlen bleiben.
Es kennt ja fast jeder die lauten Handyaner im Zug, die das ganze 6er-Abteil im Zug an ihrer, meist erschreckenden, Konversation teilhaben lassen. Nun gut, im Zug wechsel ich das Abteil. In der Luft würd sich wohl ein Mob bilden und es wären Tote bzw. Verletzte zu beklagen
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Wie machen Sie das eigentlich, wenn sich ihre beiden Sitznachbarn intensiv miteinander unterhalten?
Ich meine, ist ja auch nichts anderes, ausser, dass Sie nur einen Teil der Konversation mitbekommen.
Vielleicht sollten Österreicher ja auch in Zukunft nur mehr im Privatjet (oder auf eigenen Österreicher-Flügen der AUA) fliegen, angesichts der hier grassierenden kollektiven Resistenz gegen:
a.) den Wunsch, im Flugzeug zu telefonieren
und
b.) das Zurückklappen der Rückenlehne (eine Selbstverständlichkeit auf Flügen sonstwo auf der Welt).
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