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Immerhin 15 Prozent bleibt die Nachtarbeit nicht erspart.
Berlin - Rund ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland muss einer Gewerkschaftsstudie zufolge regelmäßig am Wochenende arbeiten, ein weiteres Drittel ab und zu. Das ergab eine Umfrage des DGB, die der "Frankfurter Rundschau" vorliegt (Samstag-Ausgabe). Der Anteil der Beschäftigten mit regelmäßiger Wochenendarbeit wäre damit in den ergangenen 20 Jahren um rund zwei Drittel gestiegen. Üblich ist der Dienst an Samstagen und Sonntagen der Umfrage zufolge vor allem im Gastgewerbe, wo vier von fünf Beschäftigten betroffen sind.
Zwischen 800 und 1.500 Euro
Im Handel, in Sozial- und Erziehungsberufen sind es demnach in etwa die Hälfte. Wer dagegen in einer Bank, einer Versicherung oder im Energiesektor arbeitet, hat am Wochenende in der Regel frei, zitiert die "Frankfurter Rundschau" aus der Studie. Überdurchschnittlich viel am Wochenende arbeiteten Beschäftigte mit einem Bruttomonatseinkommen zwischen 800 und 1.500 Euro und im Alter zwischen 26 und 35 Jahren. Frauen seien am Wochenende häufiger im Dienst als Männer, Teilzeitkräfte häufiger als Beschäftigte mit Vollzeitstellen.
Abend- und Nachtarbeit wird mehr
Wie die "Frankfurter Rundschau" weiter berichtet gehört Sonn- und Feiertagsarbeit für 28 Prozent der Beschäftigten zum Berufsleben. 2001 waren es erst 24 Prozent. Auch gestiegen sind die Werte bei Abend- und Nachtarbeit. Zwischen 18 und 23 Uhr müssen mittlerweile 46 Prozent der Erwerbstätigen mehr oder weniger regelmäßig arbeiten. Der Anteil der Abendarbeiter ist besonders stark gestiegen. Zur Jahrtausendwende waren es nur 36 Prozent. In der Nacht müssen immerhin rund 15 Prozent der Beschäftigten regelmäßig oder gelegentlich ausrücken. Als Grund ortet die Gewerkschaft den Trend zu längeren Öffnungszeiten. Neun Prozent der männlichen Erwerbstätigen arbeiten im Schnitt mehr als 48 Stunden pro Woche, bei den Frauen sind es zwei Prozent. (APA, red, 4.6.2012)
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haben die Gewerkschaft zumindest im Handel längst überholt.
Statt am Wochenende und an Feiertagen rennen die verhinderten Handelsangestellten zu noch mieseren Bedingungen in riesigen Lagerhallen zwischen Förderbändern herum.
Ich klick mich am Wochenende gern durch, ohne auf die Uhr sehen zu müssen, und das tun immer mehr genauso.
Ich habe gerne am Wochenende bei Kongressen gearbeitet und dafür zwei freie Tage während der folgenden Woche genommen. Da konnte ich diverse Dinge in Ruhe erledigen und durch die nicht überfüllte Stadt bummeln. Allerdings bin ich Single. Bei Familien ist das sicher anders.
Daher sollte Arbeit am Wochenende möglichst auf freiwilliger Basis stattfinden.
Ausnahmen sind natürlich Institutionen wie Spitäler, Pflegeheime, Polizei, Feuerwehr u.ä, die rund um die Uhr funktionieren müssen- aber das wissen die Menschen, die sich für einen derartigen Beruf entscheiden.
...dort wo es sein muss, ist gegen eine Arbeit an Sonn- und Feiertagen und in der Nacht, wie auch schon bisher, nichts einzuwenden.
Aber nur, weil einige meinen, rund um die Uhr und auch an Sonntagen bspw. Waschpulver oder Kleidung einkaufen zu müssen, habe ich kein Verständnis dafür, dass großteils Frauen im Handel dann nicht einmal mehr ein Wochenende haben, wobei wir wissen, dass sie sowieso zu den Niedrigverdienern gehören.
Jeder, der für so etwas entritt, soll sich selbst fragen, ob er selbst das auch machen würde......
man auch in Österreich Schichten. Nur meine Vermutung ist, dass die Arbeitgeber damit versuchen zu argumentieren Wochen und Nachtarbeit ist Normalarbeit und somit schulden sie dem Arbeitnehmer keine zusätzlichen Zahlungen.
Dies ist der Verdacht, welchen ich hinter der Studie sehe.
die Sektoren, in denen die Leute arbeiten, verschieben sich eben immer mehr in Richtung Dienstleistungen - und da ist eben Wochenendarbeit keine Seltenheit.
Finde 28% so gesehen ehrlich gesagt eh nicht so arg. Hinzu kommt, dass man ja dann meistens unter der Woche den einen oder anderen Tag frei hat.
was aber eben kein ausgleich ist gegenüber von mehreren freien tagen. das wochenende ist deshalb so wertvoll, weil man von freitag bis montag früh eine ruhe hat vom arbeiten. abgesehen davon haben auch andere frei, so kann man gemeinsam mit freunden und vor allem der familie was unternehmen, was mit einem freien tag unter der woche meist nicht möglich ist. die lebensqualität schwindet und meist sind es leute, die am wenigsten verdienen. die, die es sich leisten können, tun das sicher net. (dass es berufszweige gibt, wo es dazugehört, gähn, das weiß ich auch)...aber grundsätzlich ist es eine vermehrte verschlechterung für viele. wer das cool findet, ist für mich ein schlechter mensch
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