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Sie stiften Verwirrung, stoßen auf Kritik und sind noch weit entfernt von der Einheitlichkeit: Masterabschlüsse mit gleichen Titeln, aber unterschiedlichen Studien-, Leistungs- und Prüfungsanforderungen.
Was oftmals als "Master zweiter Klasse" oder "gekaufter Abschluss" bezeichnet wird, ist rein äußerlich mit einem Masterabschluss in einem Regelstudium gleichgestellt. Beide tragen den Titel Master, ohne Zusatzbezeichnung - wie es bis 2006 noch für den Masterabschluss einer FH üblich war. Doch sie sind oftmals weder international anerkannt, noch berechtigen sie zur Fortsetzung eines Doktorats.
Betroffen sind Absolventen, die einen in der Regel berufsbegleitenden, weiterbildenden Masterlehrgang abgeschlossen haben. Ihr Master ist - obwohl gleichlautend - nicht gleichwertig wie jener, den Absolventen eines Regelstudiums abgeschlossen haben. Grundsätzlich wird zwischen sogenannten konsekutiven Masterstudien, die meist in Regelstudien angeboten werden, und nicht konsekutiven, also weiterbildenden Masterlehrgängen unterschieden.
Für den Zugang zu ordentlichen, konsekutiven Masterstudien ist ein vorhergehender Uni-Abschluss in einem Regelstudium, also ein Bachelor, oder der alte Diplomtitel nötig. Die konsekutiven Masterstudien haben 120 ECTS-Punkte, mit denen sie sich zusätzlich zu den 180 ECTS-Punkten aus dem Bachelorstudium auch für den Zugang zu einem Doktorat qualifizieren. Bei nicht konsekutiven Masterlehrgängen ist mit entsprechender Berufserfahrung der Zugang oft auch ohne Grundstudium möglich. Die Abschlüsse haben meist weniger ECTS-Punkte und berechtigen somit auch nicht zum Doktorat.
Die Qualitätssicherungsagentur AQA kritisiert, dass Weiterbildungsangebote von Universitäten und Fachhochschulen derzeit noch als "Master zweiter Klasse" angesehen werden. Gemeinsam mit acht Universitäten und Fachhochschulen hat die AQA "Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung von Weiterbildungen" erarbeitet.
An Regelstudien anpassen
Demnach sollen künftig weiterbildende Masterlehrgänge und Master-Regelstudien "gleichartig gestaltet" werden. Die Studienanforderungen sollen wenigsten denen eines Regelstudiums entsprechen, und für den Zugang sollte ein Bachelor-Abschluss Voraussetzung sein. Ausnahmen für beruflich qualifizierte Personen müssten die Hochschulen begründen und deren Zugangsverfahren transparent machen. Gleichzeitig soll auch die Anzahl der benötigten ECTS auf den Stand von ordentlichen Studien angepasst werden. Inklusive des ersten akademischen Abschlusses sollen also auch nach einem Masterlehrgang 300 ECTS-Punkte erreicht werden.
Von einer Zusatzbezeichnung im Titel nicht konsekutiver Studien rät die AQA ab. "Es sollen nicht zusätzliche Zwischenebenen geschaffen werden, sondern die Qualität der Lehrgänge erhöht werden", sagt die Studienleiterin Barbara Birke.
Der Masterabschluss sei ein akademischer Grad, dementsprechend müsse auch das Niveau des Studiums sein. "Wo Master draufsteht, muss auch Master drin sein", betont Barbara Birke. Durch eine zu kurze Studiendauer oder einen recht vagen Zugang und keine Mindestanzahl der ECTS-Punkte sinke das Niveau der Masterlehrgänge.
Die Bezeichnung "Lehrgänge" sei zudem "international ungebräuchlich", was zu Problemen mit der internationalen Anerkennung führen könne. Zudem sei die Bezeichnung insbesondere für akademische Weiterbildungen "abwertend". (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 2./3.6.2012)
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Wie überall entscheidet der Ruf einer FH oder Uni wie gefragt der Master oder Bachelor ist, würde ich sagen. Ich finde es aber eine Frechheit wenn man eine akademischen Lehrgang abschließt und sich danach Bachelor oder Master nennen darf. Eine Frau Bachelor als Kindergartenpädagogin ist ein Witz. Damit verwässert man den Abschluss gewaltig.
Interessante Aussage. Kenne eine andere, österreichweite Studie, die sagt, dass die HTLer nur im ersten Abschnitt (bei technischen Studien!) schneller sind, weil sie die Fachtermini schon vorher kennengelernt haben, dann aber hinter die AHSler zurückfallen, weil die aufgrund der intensiveren, reinen Mathematik (die Fachmathe müssen sie ja erst verstehen lernen!) auch in ihnen bisher fachfremden Studien (Technik) extrem stark aufholen und die anderen dann sogar überholen. Bei anderen Studien haben die AHSler von Anfang an Vorteile. Aber egal, es liegt ohnehin am Schüler und nicht an der Schule, ob jemand besser oder schlechter ist.
sich an Titeln festzuhalten. Und wie die Wichtigkeit einer "guten, technischen" Ausbildung argumentiert wird. Leute, nur so nebenbei: Wir leben im 21. Jhdt. und es geht gerade ums Ganze. Da werden uns die Qualitäten, die man durch ein TU-Studium erhält und die wir eh schon zum Überdruss haben, rein gar nichts nützen. Es bräuchte ganz andere Qualitäten des Menschen und vor allem einen anderen Lebensstil. Aber dagegen sträuben sich die meisten Akademiker noch wie die Teufel vorm Weihwasser. Sie wollen auf gediegene alte Kofefrtour einfach nur weitermachen.
Dass unser Zug auf einen Abgrund zurast, wird negiert. Das Unterhaltungsprogramm im Zug läuft ja perfektioniert.
nur leider ohne Anerkennung in Wirtschaft und im öffentlichen Dienst.
siehe:
http://fm4.orf.at/stories/1630719/
Als relevant gelten immer nur Abschlüsse, die nicht einfach zu kriegen sind. Um die Qualität gehts doch gar nicht, sonst wäre z.B. ein Hahn niemals Minister geworden.
Deshalb will man ja auch den Pöbel von der Universität wegsperren - nicht wegen der Kosten, es soll nur wieder elitär im Sinne von: den Eliten vorbehalten - sein.
Deshalb setzt man auch auf Zugangsbeschränkungen.
..hab danach was technisches studiert....die htl gibt ein gutes rüstzeug und ist auch wahrscheindlich für 70 % der ausgeschriebenen posten ausreichend - ich denke dieses ausbildungsniveau gibt es mit diesem alter nur in wenigen ländern....aber ein hochschulstudium kann die htl niemals ersetzen...glauben sie mir
Unsere (akademischen) Professoren in der HTL haben uns sogar ausdrücklich darüber aufgeklärt, dass wir dann, wenn wir Technik auf der Uni weiter studieren, im Grunde genaus den gleichen Stoff nochmal durchmachen, den wir in der HTL gelernt haben, nur mit etwas mehr theoretischem Überbau, der aber bereits in der HTL viel zu groß ist. Und den Gehaltsvorsprung von denen, die gleich zu arbeiten anfangen, würden wir als Akademiker nie aufholen.
Naja - Akademiker die an einer HTL unterrichten sidn ja auch nicht gerade die, bei denen sich's toll amortisiert.
Und "nur mit etwas mehr theoretischem Überbau" unterscheidet eben den Anwender vom Versteher. Jeder entscheidet selbst, wie er sich positionieren will.
Es mag sicher sein, dass es ein paar hochspezialisierte Führungsstellen in der Forschung gibt, wo man wirklich das Plus des techn. Studiums braucht.
Aber sicher nicht in der inflationären Masse, in der heute Dipl.Ings. produziert werden.
Ich weiß aus eigenener Erfahrung aus der Praxis, dass das, was wir in der HTL als Theorie gelernt haben, nicht einmal als Bruchstück angewendet wird. In der Praxis werden überall stark vereinfachte Berechnungs-, Evaluierungs- und Dimensionierungsmethoden angewendet.
Das ist Schwachsinn. Ich habe eine (ausgezeichnete) HTL besucht und würde es jederzeit wieder machen. Ich habe auch ein technisches Studium absolviert, und würde es jederzeit wieder machen. Und ein techn. Studium ist keinesfalls mit einer HTL vergleichbar. Und an meiner HTL wäre kein Lehrer auf die Idee gekommen, so einen objektiven Blödsinn zu verzapfen, wie bei Ihnen.
Ich kenne viele Unternehmen, die in der Entwicklung Dipl-Ing. brauchen, wo kein HTL-Absolvent (oder FH-Absolvent) einsetzbar ist. Natürlich haben die auch (viele sogar) HTL-Absolventen, aber eben nicht für jede Entwicklungsaufgabe; wie denn auch! Aber jetzt kommts: es gibt sogar Problemstellungen in einem Unternehmen, wo man promovierte Akademiker sucht!
Ich freu mich schon auf die glorreiche Zukunft, die Sie uns mit ihren neuen Produktentwicklungen beiten werden.
Ich hab gedacht, alles geht den Bach runter und wir gehen unter, aber zum Glück gibt es noch gediegen ausgebildete Diplomingenieure, die uns mit stärkeren Handynetzwerken, größeren Flachbildschirmen und nanotechnologischen Revolutionen versorgen.
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