"Augustin"-Nöte und Jargonprobleme

Kommentar der anderen |
  • Weder lästig noch aufdringlich: Typischer Nichtrumäne beim Straßenzeitungsverkauf in Wien. Migrationsforscher warnen vor vorschnellen ethnonationalen Zuordnungen.
    foto: apa/helmut fohringer

    Weder lästig noch aufdringlich: Typischer Nichtrumäne beim Straßenzeitungsverkauf in Wien. Migrationsforscher warnen vor vorschnellen ethnonationalen Zuordnungen.

Was die ökonomische Gefährdung einer Straßenzeitung mit ethnischem Ordnungsdenken zu tun hat. Zu Hans Rauschers Klage über "aggressive" Verkaufspraktiken und "linkssektiererische" Erklärungsmuster

Vor einigen Tagen hat die Wiener Straßenzeitung "Augustin" bekanntgegeben, dass sie angesichts finanzieller Schwierigkeiten um den Fortbestand kämpft. Die Probleme seien, konnte man auf der Homepage der Zeitung lesen, unter anderem auf wachsenden "Antiziganismus" zurückzuführen.

Das nahm ausgerechnet STANDARD-Kolumnist Hans Rauscher zum Anlass zu erklären, dass nicht feindselige Maßnahmen gegen Roma/Romnija, sondern vielmehr Zeitungen aus dem Müllcontainer fischende "Rumänen" und deren "aggressive" Verkaufsweisen an der "Augustin"-Krise und anderen Missständen schuld seien. Die "echten" Verkäufer benähmen sich ja gut.

In einer seltsam anmutenden Wortwahl wird Antiziganismus da als Hirngespinst abgetan, das es nur im "linkssektiererischen Jargon" gebe. Mehr noch: Wenn Diskriminierung passiert, sind die Betroffenen selbst dafür verantwortlich. Diese Schuldumkehr wirkt wie ein Lehrbuchbeispiel für ein rassistisches Argumentationsmuster.

Begegnungen mit Straßenzeitungsverkäufern gehören zum urbanen Alltag, und sie laufen (wie auch solche mit anderen Menschen) nicht immer reibungsfrei ab. Manchmal fühlt man sich belästigt, manche wähnen sich seltsam ertappt, wenn sie plötzlich um Geld gefragt werden oder von einem offensichtlich Bedürftigen etwas kaufen sollen.

Dabei stellt sich immer die Frage, wie diese subjektiven Eindrücke bewertet werden. Medien spielen hier eine zentrale Rolle, schließlich bieten sie Erklärungen und (zumindest idealerweise) fundierte Hintergründe an, die es Bürgern ermöglichen, sich ein Bild von jenen zu machen, denen sie etwas gegeben haben oder auch nicht. Im Mainstream dieser Berichterstattung fällt allerdings auf, wie schnell solche Vorfälle ins Halblegale abgedrängt werden und wie schnell "lästig" zu "aufdringlich" und schließlich zu "aggressiv" wird.

Mit der Entscheidung, wer Straßenzeitungen verkaufen darf und wer nicht, hadern solche Projekte auch anderswo. Sehr behutsam sind die meisten Straßenzeitungen dabei mit vorschnellen Definitionen jener Gruppen, die sich um Verkaufslizenzen anstellen.

Solche Vorsicht lässt Hans Rauscher vermissen, geht es ihm doch darum, eine eindeutige ethno-nationale Trennlinie zu ziehen: Rumänen würden es sein, die Zeitungen aus dem Müllcontainer holen und versuchen, diese "aggressiv an den Mann zu bringen". Denen gegenüber würden die "anderen" stehen, die mit dem Ausweis, die quasi echten "Obdachlosen", die ein Nein akzeptieren würden und weder lästig noch zudringlich seien. Bemerkenswert ist an dieser Darstellung einerseits, wie leicht aus Zeitungsverkäufern Rumänen oder Roma werden.

Andererseits verdienen die Zuschreibungen, die hier noch hineingewoben werden, genauere Beachtung: Schmutz und Müll, hartnäckige Geschäftemacherei im Halblegalen, die Ignoranz gegenüber gesellschaftlichen Regeln. Exakt diese drei Eigenschaften stehen nicht nur hier im Zentrum, sondern sind vielmehr Kerninhalte des Antiziganismus.

Dieses Erklärungskonzept wurde in enger Anlehnung an das Phänomen des Antisemitismus in den 1980er-Jahren entwickelt, und auch wenn die wissenschaftlichen Debatten über dieses Phänomen noch nicht elaboriert genug sind, drängt sich seine Verwendung im gegebenen Kontext auf.

Schließlich wurde ein weiteres offensichtlich antiziganistisches Ressentiment in der ganzen Debatte bereits durch die Augustin-Mitteilung selbst eingeführt, indem die Parasitenschublade gezogen wurde: Der Sachverhalt sei nämlich, dass "viele Angehörige der Volksgruppe der Roma an diesem Kuchen mitnaschen, was ihnen aber nicht länger gegönnt wird." Damit werden Menschen pauschal zu Nutznießern erklärt, die durch geschicktes Ausnutzen eines unverdienten Vorteils ein ganzes Projekt gefährden. Gleichzeitig aber werden sie als Opfer dargestellt - auch das ein bekanntes Argumentationsmuster.

Was heißt "Rumänen"?

Hans Rauscher spricht in seiner Kolumne zwar nicht direkt von Roma, bedient sich aber jener antiziganistischer Bilder, mit denen er allgemein verständlich machen kann, wen genau er meint, ohne es sagen zu müssen. Solche Codes sind weit verbreitet, besonders wenn es um Roma geht. In Deutschland bedenken die Behörden mit der Formulierung "Mobile ethnische Minderheit" diejenigen, die ein vermeintlich "ethnisches Roma-Profil" erfüllen, auch wenn diese noch so sesshaft sein mögen.

In der Slowakei schließlich steht das scheinbar neutrale Wort "osada" (Siedlung) für segregierte Roma-Wohngebiete, und spätestens seit den Abschiebungen von rumänischen und bulgarischen Roma/Romnija aus Frankreich und Italien wird in westeuropäischen Kontexten u. a. "Rumänen" gesagt, wenn man "Roma" meint. In Wien scheinen sich nun verstärkt auch Straßenzeitungen zu solch einem ethnisierenden Merkmal zu entwickeln.

Das Beispiel der Betteldiskussion in Graz zeigt, dass die Selbstwahrnehmung der Menschen keinerlei Rolle spielt: Dort werden die Begriffe "Bettler" und "Roma" als Synonyme verwendet, was obdachlose Einheimische als Mitglieder von "Bettelbanden" aus dem Osten in die Fotostrecken der Tageszeitungen brachte. Im Gegensatz dazu werden Personen, die sich selbst als Roma/Romnija fühlen und ein bildungsbürgerliches Leben führen, meist nicht als solche wahrgenommen.

Auffallend ist, dass Menschen, die die bürgerliche Idylle der Innenstadtbereiche und gentrifizierten Gebiete (man denke an die Debatte über Straßenzeitungsverkäufer im Museumsquartier) stören, ausgesprochen häufig als "Roma aus dem Osten" bezeichnet und mit den damit verbundenen Stereotypen und Vorurteilen bedacht werden.

Und das ist der Kern des Problems: In österreichischen Städten, in größeren wie in kleineren, ist man mit einer sichtbaren Armut konfrontiert, die in den meisten Fällen ethnisiert wird. Dahinter steht mediale Berichterstattung, die von (angenommenem, vermutetem oder tatsächlichem) Verhalten auf Herkunft und ethnische Zugehörigkeit schließt. Und zwar häufig ohne nähere Recherchen - eine subjektiv unangenehme Erfahrung reicht dann als Basis vollkommen aus, um mithilfe von diffusem Halbwissen aus Zeitung und Fernsehen diese Ethnisierung zu Ende zu führen.

Am Schluss ist sofort klar, dass jeder, der sich auf der Straße befindet und bettelt oder verkauft, ein osteuropäischer Rom ist. Ein Nachprüfen dieser Zuschreibungen ist sogar für Bildungsbürger und Journalisten von Qualitätszeitungen in vielen Fällen obsolet geworden.

Weder sind alle Rumänen Roma, noch alle Roma Rumänen, und weder die Einen noch die Anderen sind per se arm oder pauschal mit irgendwelchen Eigenschaften zu versehen. Als Roma/Romnija wahrgenommen werden jedoch nur jene Personen, auf die die Mischung aus Klischees und Vorurteilen passt, die sich in Europa etabliert hat. Das ist der Stoff, aus dem die Erklärungen für Begegnungen im urbanen Alltag gestrickt sind und auf die Szenarien von Angst und Bedrohung aufbauen, die politisch nur allzu gut nutzbar sind. (Wolfgang Göderle/Barbara Tiefenbacher/Stefan Benedik, DER STANDARD, 4.6.2012)

Autoren

Wolfgang Göderle (Sciences-Po, Paris, CERI), Barbara Tiefenbacher (Universität Wien, Institut für Soziologie) und Stefan Benedik (Universität Graz, Institut für Geschichte) bilden gemeinsam das von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanzierte DOC-Team "Shifting Romipen" zu Migrationen von Roma/Romnija in Zentraleuropa.

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6
Hans R ist nun mal ein Rassist schwerster Güteklasse

er deckt vieles ab: und zwar vom Binnenrassismus betreffend die Kärntner, über die ewigen Islamverkehr -und verquerungen, ...aber es stört ja auch niemand, dass er mit dem begriff "bürgerlich" herumschleudert, auch wenn er nur die lieben Brüder und Schwestern Landwirte oder andere brave Dorfbewohner meint, die sich das Wörtchen "bürgerlich" nicht zu schulden kommen haben lassen. Sobald er sie als potentielle ÖVP-wähler ausmacht, sind sie bürgerlich. Hetzig, wenns net volksverblödend und vor allem manipulativ beabsichtigt wäre.

innovative strategien

lassen sich von organisierten gruppen leichter umsetzen und koennen durch einheitliche praesentation auch hohen wiedererkennungswert erlangen, auch im strassenzeitungs/bettelbereich.
so zum beispiel der augustin, der mit seinem konzept, positionierung und auftreten eine hohe sympathie erreicht hat, die den verkaeufern als ruf vorauseilt.
eine der wenigen anderen organisierten gruppen verfolgt eine andere strategie: in hoher innovationsfolge werden techniken entwickelt, wie man die gutglaeubigkeit der passanten zu geld machen kann. bekannt ist die technik des bettelns mit kleinkindern, mit vorgetaeuschter behinderung oder eben als pseudoaugustinverkaeufer. sich einen positiven ruf aufzubauen ist nicht teil der strategie.

also bittte

nur weil die autorInnen in einer - meiner meinung nach - hervorragenden weise auf die bedienung (und somit reproduktion) von klischees und stereotype hinweisen muss man ihnen doch nicht gleich ankreiden die wurzel des problems nicht zu erkennen oder tatsachen (????????) zu leugnen

ich glaube das die autorInnen sehr wohl weiter denken als manche leute hier offensichtlichen glauben...

ganz hilfreich: den rauscher-artikel noch mal lesen. der is ja wirklich unter aller sau

THE GLOBAL PLAYER Chefredakteur morgen 6. Juni, von 15 und 16 Uhr, auf Ö1 zu Gast bei "Freak Radio"

Die Gründe weshalb solch falscher Glaube als "Faktum" gepostet wird, sind jedoch u.a. exakt das Forschungsfeld des Global Player und so würden wir uns sehr freuen, wenn PosterInnen Ihre Ansichten zu den Global Player KolporteurInnen, Stichwort: "Bettelmafia, Mafia, Mafia, RECHTE, Kriminelle", in einem LeserInnenbrief formulierten, den wir im Magazin publizieren und diskutieren können, und um auch der TGP-Redaktion Gelegenheit zu geben adäquat auf das ernste Thema eingehen können. Schreiben Sie uns bitte an verein@diebunte.at. Mafia ist kein Witz!

Nähere Informationen zur morgigen Radiosendung findet Ihr unter: unter www.freak-radio.at.

Alles Liebe, THE GLOBAL PLAYER

THE GLOBAL PLAYER Chefredakteur morgen 6. Juni, von 15 und 16 Uhr, auf Ö1 zu Gast bei "Freak Radio" (Teil 3)

Wir würden nicht gerne mit der Mafia zu tun haben, zumal dieses Gesellschaftsprojekt des Vereins Die Bunten doch mit österreichischen und internationalen Persönlichkeiten zu tun hat, von der Nationalratspräsidentin bis zum UNO-Beauftragten. Die Gründe weshalb solch falscher Glaube als "Faktum" gepostet wird, sind jedoch u.a. exakt das Forschungsfeld des Global Player und so würden wir uns sehr freuen, wenn PosterInnen Ihre Ansichten zu den Global Player KolporteurInnen, Stichwort: "Bettelmafia, Mafia, Mafia, RECHTE, Kriminelle", in einem LeserInnenbrief formulierten, den wir im Magazin publizieren und diskutieren können, und um auch der TGP-Redaktion Gelegenheit zu geben adäquat auf das ernste Thema eingehen können.

THE GLOBAL PLAYER Chefredakteur morgen 6. Juni, von 15 und 16 Uhr, auf Ö1 zu Gast bei "Freak Radio"

Liebe Leute!
Aufgrund der aktuellen Debatte über die Probleme mit StraßenverkäuferInnen und dem Augustin, in denen auch laut der Global Player im Munde vieler geführt wird - leider nur dann - möchten wir Euch einladen morgen der Radiosendung auf Ö1 "Freak Radio" des Radio Kulturhauses von 15 bis 16 Uhr zu folgen. Der Chefredakteur des Global Player und Obmann des Vereins Die Bunten, Dr. Di-Tutu Bukasa, wird dort an einer Gesprächsrunde zum Thema ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN IM JOURNALISMUS - die Probleme der Partizipation bei Behinderung und Prekarisierung, teilnehmen. (...Teil1)

Fakt ist:
"Augustin"-Kolporteure (80% Afrikaner) machen keine Probleme, sind freundlich und dankbar.

"global player"-Verkaufer sind grob, frech und gierig - kein Wunder, wartet doch hinterm Eck ein Auto mit Kassier von Boss' Gnaden, der schon fuer die Schlepperdienste kassiert hat und die armen Wuerstl ueberwacht! Und das wird geduldet, wi sonst etabliert man eine "Bettelmafia" so offensichtlich und kommt dann mit der Antizigan-Keule?
Da werden eindeutig krumme Geschaefte versucht - und zugleich die RECHTE in ihrer Argumentation unterstuetzt...

Fakt ist,

dass sie nicht nur offensichtlich sondern ganz faktisch keine Ahnung davon haben, was ein Fakt ist, geschweige denn, wie es faktisch zustande kommt. Ihre persönliche Beobachtung können sie sich, ohne ihnen nahetreten zu wollen, einrexen.
Die hat mit Fakten sowenig zu tun wie der Inhalt ihrer Meldung mit Intellektualität.

na dann schildern Sie doch mal Ihre Fakten der "Sachlage",
und in der Mitte MUSS dann ja wohl die Wahrheit liegen, demzufolge. Oder?

Vom Naschmarkt bis zum Praterstern siehts jedenfalls an fast jedem Billa/UBahnstation/manches Beisl,ab 2300/etc aus, nach meiner faktischen Beobachtungs-meinung!

Nöte der österreichischen Intellektuellen

Lieber col.mariol, danke für dein Kommentar. Wir wollten eigentlich nicht intellektuell sein, sondern nur cool.

Wir würden uns über einen ausführlichen LeserInnenbrief von dir sehr freuen. Email: verein@diebunte.at

@global player:

Ihr habt da ganz offensichtlich etwas nicht ganz verstanden. Meine Meldung war nicht an euch gerichtet.

ich finds nicht ganz angemessen, dass man am ende das gefühl hat, eine roma lobby hat sich drum gekümmert, nein das sind ganz sicher keine roma, na dann muss es eben jemand anderes gewesen sein, mit diesen müllzeitungen und der lästigkeit usw usw.
als nächste stehen alle anderen ethnien schlange, nein wir warens auch nicht, und jeder schreibt seinen akademisch psychologisch fundierten artikel.

facit, die böse spielkarte wird von einem zum anderen geschoben, statt zwei grundprobleme verständlich zu machen und anzugehen.

1. warum nimmt die armut zu, warum gibts eine trennung der ethien und autochthonen überhaupt, in der bearbeitung des problems.

2. solche zeitung verkaufen ist volkswirtschaftlich falsch, es muss legal produziert werden.

Jetzt weiß ich's noch immer nicht

Sind die meisten der Augustin-Kuckuckseier nun R oder nicht? Bzw wie sieht die Gegenwahrheit aus?

Wenn Rau pauschal verurteilte, dann bitte eine Berichtigung, wo genau er schlampert war.

Was ich unsinnig fände, wäre allerdings, ein faktengestütztes Urteil als einem Vor-Urteil zu skandalisieren.

Also: Wenn A etwas getan hat, es aber B in die Schuhe geschoben wird, bitte Richtigstellung.

Wenn es aber eh B war, dann bitte Begründung, warum B nicht genannt werden darf.

Kann ja nicht so schwer sein, Licht ins Dunkel zu bringen.

betteln ist ein menschenrecht

wer armut nicht zur kenntnis nehmen will, soll wenigstens die menschenrechte achten, hier und nicht irgendwo anders.

betteln ist kein menschenrecht. schon gar nicht von irgenwelchen importbettlern die hier bei uns nichts verloren haben!

OK ...

hat der Herr Rauscher einen Rüffel bekommen und alle können nun lesen wie kompliziert doch alles sowieso ist.

meine frage ist, ob sich die drei Herrschaften in ihrem Arbeitskreis nur damit auseinandersetzen den Antiziganismus zu definieren und allerorts zu orten oder ob dort auch mal die Rede ist, was tatsächlich geschehen könnte, damit unsere 11 Millionen Roma-Mitbewohner in der EU aus dem Dreck herausgezogen werden in dem sie mehrheitlich leben!

Mangelndes Leseverständnis?

Anders kann man sich ihre Wortmeldung nicht erklären.

Duell der Giganten

Da fragt man sich, was dämlicher ist - Rauschers Kolumne oder diese Reaktion. Beide Texte strotzen nur so vor Verallgemeinerungen, pauschalierender Argumentation und ungerechtfertigten Schlußfolgerungen. Fast schon grotesk, auf welches Niveau man diese Diskussion herunterziehen kann.

Es geht doch überhaupt nicht darum, ob das Roma oder Österreicher sind.

Es geht darum, dass sich mittlerweile sehr viele Menschen durch den Verkauf von diversen Obdachlosen-Zeitungen, durch Spendenkeiler und Bettler massiv belästigt fühlen.

Warum? Ganz einfach - Es hat einfach überhand genommen.

Das nichts damit zu tun, welche Nationalität diese Personen haben.

Das hat mit der Häufigkeit zu tun, mit der man damit pausenlos konfrontiert wird.

In Wien wird man mittlerweile an fast jeder Straßenecke der größeren Einkaufsstraßen und so ziemlich vor jedem Supermarkt angeschnorrt - sei es um den Kauf einer Zeitung, sei es um ein Almosen, sei es um eine Spende etc.

Und so werden aus spendenwilligen Stadtbewohnern genervte Stadtbewohner, die eben nicht mehr spenden.

Ohne jetzt antizigan, antinegroid oder sonstwie rassistisch sein zu wollen:
Obdachlosenzeitungen waren doch gedacht um eben _Obdachlose_ zu unterstützen, oder?
Sind die meisten der aktuellen Augustin-Verkäufer wirklich obdachlos?
(Und ich meine das ernst, ohne die erbärmliche Situation von Asylbewerbern kleinreden zu wollen)

das problem ist, dass niemand ethnien, nationalitäten, sprachen und kulturen

nebst religionen auseinanderhalten kann und will

wo es nützt ist ethnie alles, wo es schadet, existiert sie nicht

kompletter schwachsinn, aber es desavouiert sich eh selbst zum glück

nur die im eigenen saft sieder werden weniger, dafür aber angfressener und lauter, ihre sprachrohre aber auch immer beschränkter (selbst auf okto schon differenzierte diskussionen!)

Wo ist dann das Problem wenn die genervten Stadtbewohner eh nicht spenden?

sorry, das mag nicht politisch korrekt sein, was rau geschrieben hat - aber wer durch die Stadt unterwegs ist, der KANN nichts anderes tun als rau zuzustimmen: Er beschreibt eine Wahrheit.

Mir wärs ja auch anders lieber, aber es ist einfach mal so und das kann man auch nicht wegschwafeln.

Die die zu wissen glauben was "die Wahrheit" ist sind meist die ganz Gefährlichen.

ja eh, "eine" wahrheit ...

... die seine halt.

meine ist eine andere, und ich lebe auch in wien, fahre auch öffentlich, sitze auch mal in lokalen ... und erlebe diese augustin-sache eben anders. nicht angepöbelt, schon gar nicht aggressiv, nicht sonderlich unangenehm.

das problem sind mögliche verallgemeinerungen und übertreibungen, besonders bei einem thema wie diesem.

Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.