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Algier - Die Parlamentswahl in Algerien vom 10. Mai ist nach Ansicht der zuständigen Überwachungskommission "nicht transparent und nicht glaubwürdig" gewesen. Es habe zahlreiche Regelverstöße gegeben, kritisierte am Samstag in Algier die Nationale Kommission zur Überwachung der Wahlen (Cnisel). "Die Kommission ist der Meinung, dass die Wahl ihre Glaubwürdigkeit verloren hat", heißt es explizit in dem 30 Seiten starken Abschlussbericht. Es war das erste Mal seit Einführung des Mehrparteiensystems in Algerien 1989, dass die Aufsichtskommission nicht der Regierung unterstand.
Dem amtlichen Ergebnis zufolge hat die Partei Nationale Befreiungsfront (FLN) von Präsident Abdelaziz Bouteflika die Wahl klar gewonnen und 208 von insgesamt 462 Sitzen im Parlament errungen. Die Nationale Sammlungsbewegung für Demokratie (RND) von Regierungschef Ahmed Ouyahia erhielt 68 Sitze. Das islamistische Drei-Parteien Bündnis Grünes Algerien kam auf 49 Sitze. Die Opposition hatte der FLN Wahlbetrug vorgeworfen. (APA, 2.6.2012)
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