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Wien - Heftig kursieren Chefredakteurskandidaten: Atha Athanasiadis, einst News-Chefredakteur, hat die Pressebetreuung des Zirkus Roncalli aufgegeben und wird nun als Österreich-Chefredakteur gehandelt. „Absolut nichts dran", sagt Herausgeber Wolfgang Fellner.
Christian Nusser wiederum, als "Österreich"-Chefredakteur laut Fellner auf längerem Urlaub, wurde schon als potenzieller Chefredakteur von "Heute" beziehungsweise von "News" gehandelt. Der News-Job jedenfalls soll nun besetzt sein: Peter Pelinka soll zum Herausgeber aufrücken, Wolfgang Ainetter, zuletzt Heute, Chefredakteur werden.
Athanasiadis, Nusser, Ainetter, News-Manager Axel Bogocz riefen nicht zurück. etat.at erreichte Pelinka am Freitagabend. Er spricht von einem "ehrenvollen Angebot", Herausgeber von News zu werden. Noch stünden aber weitere Gespräche darüber mit dem Management und mit dem Kandidaten für die Chefredaktion aus.
Ein Hintergrund der Neubesetzung dürfte der geplante Abgang von Vize-Chefredakteurin Corinna Milborn sein. Den soll die Journalistin schon vor mehreren Wochen intern avisiert haben. Bestätigungen darüber stehen freilich ebenfalls aus, Milborn war Freitag ebenfalls nicht erreichbar. Sonntagabend bestätigte sie ihren Abgang von "News" via Twitter, zunächst widme sie sich intensiver dem Dokmentarfilmprojekt "Unter Strom". (fid, DER STANDARD, 2./3.6.2012)
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Alle neun Monate eine neue Chefetage, NEWS ist gebärfreudig; Maier weg, Weber gone, Votzi gekillt, Atha zum Pleitegriechen mutiert, Milborn zu toll (twittert sie), Pelinka weggelobt. Ainetter, das Bild- und Heute-Teelicht, soll jetzt retten, was eigentlich? Eine Mannschaft, die ständig verarscht wird, einen online-Auftritt, der grottenschlecht ist, eine Marke, die von Wichtigtuern vermurkst wurde. Schade - eigentlich!
Laut G+J Klein planten sie mit Pelinka mind. 8 Jahre? Ein ziemliches Armutszeugnis, was die Hamburger da abgeben. Zumindest seine Führungskräfte sollte man sich doch vorher genau anschauen. Der Oberboss, Mr. Management-by-walking-around, macht sich auch eher durch Management by total absence bemerkbar. Er denkt sich wohl, dass der Verlag schon zu Beginn seiner Amtszeit nicht mehr viel zum Herumlaufen und Anschauen hergab. Ausser ein paar Leichen im Keller, wie die gefälschten ÖAK-Zahlen.
...Online derzeit höchst lebendig!
http://bit.ly/dmEuhN
"Format" ist deutlich besser geworden in den letzten 2,3 Jahren. Der "Trend" war und ist nicht schlecht, leidet aber unter nobler Zurückhaltung, die man auch als Absenz von Ideen, Esprit und Dynamik deuten könnte. Immer derselbe Schmäh wird auf Dauer öd.
Ich hab' das "Format" - für das ich ab & an selber schreib' - seit Jahren abonniert. Ich wollte das Abo zig-mal kündigen. Etwa, als mir KHG auf der Titelseite als "Wirtschaftsexperte" angedient wurde. Oder als man zum Jahreswechsel Sonderhefte fabrizierte, wo jeweils ein CEO-Interview mit einer Anzeige der Firma "konterkariert" wurde. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: das Heft hat eine Linie gefunden, wurde besser, es gibt dort sehr gute Journalisten/innen. Innerhalb des News Verlag-Verbunds ist's jedenfalls (gefühlterweise) eher den kleineren Sorgenkindern zuzurechnen.
..format ist ein großes sorgenkind, da es - auch wenn der verlag schönrechnet - seit beginn an fast nur verluste einfährt. das blatt hat letztlich keine relevanz. das größte sorgenkind ist selbstredend news. den trend ereilt ein ähnliches schicksal wie capital in deutschland. all diese produkte sind schlicht out of time. print ist tot (außer conde-nast - von denen kann man lernen, wie man print macht)..
2-3 Geschichten pro Ausgabe + seitenweise commercials ala Brancheninformation, die PR-ähnlich ist + etwas society-backstage-homestory-manager-bildstrecken.
trend ist eher ein geheimpapier, das kommt mir nie unter, weiss aber jetzt dass es ihn noch gibt.
.......dreht sich anscheinend schneller, als die Protagonisten auf ihren Holzpferden es verspühren. Wolfgang Fellner dementiert nach alter Methode, mehr als er zugibt und gibt schlitzohrig seine geliebte "Ein-Mann Chefredaktion" nicht aus den Klauen. Atha Athanasiadis, einst ein Fixstarter am Printsektor und hervorragender Pressemanager beim Wirtschaftsblatt und News, bewegt sich bedauerlicherweise nur mehr am Boulvard der Dämmerung und vergeudet damit endgültig sein Talent. Und Peter Pelinka gibt sich mit dem "ehrenvollen Angebot" des Grüss-August der News-Redaktion zufrieden und lässt sich damit ruhig und zur Seite stellen.
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