"Nicht immer etwas vorhalten"

22. Juni 2003, 20:10
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Balkanbeauftragter Busek im STANDARD-Interview

STANDARD: Kroation möchte 2008 in die EU. Ist das realistisch?

Erhard Busek: Wenn die Bedingungen erfüllt werden, ist der gewünschte Termin möglich.

STANDARD: Halten Sie Ihre Aussage aufrecht, wonach alle Balkankandidaten bis Ende 2010 in der EU sind?

Erhard Busek: Das hängt von drei Problemkreisen ab: Wie entwickelt sich das Verhältnis Serbien-Montenegro, was geschieht mit dem Protektorat Herzegowina und mit dem Kosovo?

STANDARD: : Wie soll sich das entwickeln?

Erhard Busek: Zunächst ist es notwendig, dass man in Serbien-Montenegro zu einem Punkt kommt. Entweder Zusammenarbeit oder Auseinandergehen. Bezüglich Bosnien ist es notwendig, das Dayton-Abkommen im Sinne eines Gesamtstaates weiterzuentwickeln. Kosovo ist das schwierigste Problem. Es muss zum Dialog zwischen Albanern und Serben kommen. Man kann sich nicht immer etwas vorhalten. (ina, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 23.6.2003)

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