Ultraschalltechnologie: Gedeihliche Vernetzung

22. Juni 2003, 19:33
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Medizin-Technik aus Oberösterreich

Neben der Gynäkologie sind heute auch Innere Medizin und Kardiologie wichtige Anwendungsbereiche der Ultraschalldiagnostik. Ultraschall ist zwar kostengünstiger (z. B. keine Spezialräume) und nicht gesundheitsbeeinträchtigend wie andere bildgebende Technologien wie z. B. Röntgen oder Tomografie. Ein grundlegendes Problem ist die Bildinterpretation, für die sowohl eine Spezialausbildung als auch einiges an Erfahrung notwendig sind.

Seit mehr als 50 Jahren befasst sich die Kretztechnik AG aus dem oberösterreichischen Zipf mit Entwicklungen auf dem Gebiet der Ultraschalltechnik im medizinischen Bereich. Gegründet wurde es von Paul Kretz 1947, der sich als Techniker zuerst mit Werkstoffprüfung befasste, aber bald auch Geräte für die medizinische Diagnostik entwickelte.

1962 wurde das erste Ultraschallgerät vorgestellt, das im Laufe der Jahre konsequent weiterentwickelt wurde. 1984 wurde das erste softwaregesteuerte Gerät vorgestellt, 1989 das erste 3-D-Ultraschallgerät und im Jahr 2000 ein 4-D-Gerät.

Hürden bei der Entwicklung waren einerseits, die Mechanik des Ultraschallkopfes, des Transducers, zu verfeinern, und andererseits, die Berechnungsgeschwindigkeit der enormen Datenmengen zu erhöhen, um Echtzeitübertragungen möglich zu machen.

Bei der Entwicklung arbeitet die Kretztechnik, die seit 2001 mit General Electrics Medical Systems einen neuen Eigentümer hat, mit unterschiedlichen Forschungsinstitutionen an Universitäten zusammen. (ls/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23 .6. 2003)

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