Vollausbau des Pack-Abschnitts wird 2009 fertig

22. Juni 2003, 15:48
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Asfinag-Vorstand Lückler will Ausweitung des Road Pricings auf Autos

Graz - Der Vollausbau des Pack-Abschnitts im Zuge der A 2, der Südautobahn, wird schon 2009 und nicht, wie bisher geplant, 2011 fertig gestellt sein. Franz Lückler, Vorstandssprecher der Asfinag, hat diese Beschleunigungsmaßnahme in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" angekündigt.

Im Infrastruktur-Investitionsprogramm nach dem Generalverkehrsplan war der Pack-Vollausbau - er umfasst rund rund 35 km auf Kärntner und steirischer Seite der Pack - noch mit 2011 terminisiert. Wie Lückler auf APA-Anfrage sagte, seien Sicherheitsgründe und die zusätzlich zu erwartenden Verkehrsströme durch die EU-Osterweiterung ausschlaggebend für die Vorziehung gewesen. Vereinbart sei dieser neue Terminplan schon mit dem vergangenen Jahreswechsel worden.

Road-Pricing: Probebetrieb ab November

Lückler nahm in dem Zeitungsinterview auch zum mit Jänner 2004 in Kraft tretenden Road-Pricing Stellung: Die infrastrukturellen Maßnahmen seien zu 98 Prozent abgeschlossen, im November beginne der Probebetrieb. Derzeit würden 70 Leute für einen Kontroll- und Servicedienst ausgewählt, so der Asfinag-Vorstand.

"Ausweitung auf Autos gerecheter"

Nicht abgeneigt zeigte sich Lückler einer Ausweitung des Road Pricings auf Pkw: "Es wäre gerechter, weil das System nutzerorientiert ist. Ich glaube, dass die Politik in diese Richtung gehen muss - und auch wird." Auch eine Anhebung der Vignetten-Preise kann sich der Asfinag-Vorstand vorstellen.

Nach seinen Worten müsste sich der Preis proportional mit der Verbesserung des Autobahnnetzes erhöhen: "In den nächsten drei Jahren werden hundert Kilometer neue Autobahn eröffnet, das sind fünf Prozent des Netzes. Zusammen mit anderen Verbesserungen wäre eine zehnprozentige Verteuerung der Vignette gerecht." Allerdings sage die Politik derzeit deutlich nein, schränkte Lückler ein. (APA)

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