Porsche senkt Absatzprognose für heuer und nächstes Jahr

21. Juni 2003, 13:30
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Unternehmens-Chef Wiedeking versteht Streiks ostdeutscher Autoindustrie um 35-Stunden-Woche als falsche Signale

Stuttgart - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat die Absatzerwartungen für den Stuttgarter Luxuswagenhersteller für 2003/04 angesichts sinkender Sportwagen-Verkaufszahlen zurückgenommen. Der Absatz der Baureihen 911, Boxster und Cayenne werde im kommenden Geschäftsjahr bei 70.000 bis 75.000 Fahrzeugen liegen, sagte Wiedeking den "Stuttgarter Nachrichten". Zur Einführung des Geländesportwagens "Cayenne" im Herbst 2002 hatte Porsche noch eine Absatzsteigerung um 50 Prozent auf rund 80.000 Autos für das erste volle Produktionsjahr des "Cayenne" erwartet.

Absatz heuer bei 65.000 Wagen

Die Zeitung zitierte den Porsche-Chef mit der Äußerung, er gehe mittelfristig von einem jährlichen Absatz von 47.000 bis 50.000 Sportwagen der Baureihen 911 und Boxster aus. Nach einem Rekordjahr mit 54.234 Einheiten erwartet Porsche für das am 31. Juli zu Ende gehende Geschäftsjahr 2002/03 nach früheren Angaben weniger als 50.000 verkaufte Sportwagen. Einschließlich Cayenne soll sich der Absatz auf 65.000 Stück belaufen.

"Streiks deplatziert"

Die Streiks in der ostdeutschen Autoindustrie um die Einführung der 35-Stunden-Woche bezeichnete der Porsche-Chef mit Blick auf die kritische Konjunkturlage als "völlig deplatziert". Es ist ein falsches Signal an Konsumenten und Investoren", sagte er. Porsche selbst sieht sich dank eines Haustarifvertrages für das Cayenne-Werk in Leipzig und seiner eher geringen Stückzahlen weitgehend immun gegen die Folgen des Streiks. (APA/Reuters)

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