Schröder für EU-Annäherung des West-Balkan

21. Juni 2003, 11:17
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Deutscher Bundeskanzler nennt als Voraussetzung sichtbare Demokratisierungsprozesse

Porto Karras - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist für eine weitere Annäherung der westlichen Balkanstaaten an die EU. Ein Datum für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen solle aber nicht genannt werden, sagte Schröder am Samstag zu Beginn des Treffens der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union mit den Spitzenvertretern der westlichen Balkanstaaten in Porto Karras.

Im Mittelpunkt der Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Albanien sowie Serbien-Montenegro steht der Ausbau der Beziehungen, die letztlich zu einer Aufnahme dieser Staaten in die Europäische Union führen sollen.

Voraussetzung: Sichtbarer Demokratisierungsprozess

Als Voraussetzung für weitere Beitrittsschritte nannte Schröder, dass "der Demokratisierungsprozess in diesen Ländern sichtbar und abgeschlossen sein muss". Die wirtschaftliche Entwicklung müsse ferner den EU-Kriterien entsprechen. Die westlichen Balkanstaaten gehörten zu Europa. Ein EU-Beitritt etwa Albaniens liege allerdings "in weiter Ferne". (APA/dpa)

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