"Geisterzug" in Oberösterreich

21. Juni 2003, 11:31
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Abgesichertes Schienenfahrzeug begann plötzlich zu rollen - unterkannte Täter hatten Bremsschuhe entfernt

Linz - Ein "Geisterzug" kam am Freitag früh auf einem Nebengleis des Bahnhofs Gunskirchen (Bez. Wels-Land) ins Rollen. Die 32 Waggons, die mit vier Bremsschuhen vorschriftsmäßig abgesichert waren, begannen plötzlich auf die nahe gelegene Westbahnstrecke zuzurollen.

Bremsschuhe entfernt

Dem Zug fehlten die Bremsschuhe. Unbekannte Täter dürften diese in der Nacht auf Freitag entfernt haben. Zwei der Schuhe waren auf einem Sicherungskasten abgelegt, die beiden anderen wurden nicht gefunden, so die Auskunft der Gendarmerie Gunskirchen. Von den Tätern fehlte vorerst jede Spur.

Weiche stoppte Zug automatisch

Eine Katastrophe hätte dennoch nicht oder kaum passieren können, so die Auskunft der ÖBB. Züge, die ohne grünes Licht losfahren, würden von einer Weiche automatisch gestoppt. Das geschah auch im Fall des "Geisterzuges". Die Weiche tat ihren Dienst, die abrupte Bremsung ließ lediglich den ersten Waggon entgleisen. Der Schaden für die ÖBB liegt bei rund 10.000 Euro. (APA)

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