Oracle will bei Übernahme PeopleSoft-Produkte fortführen

21. Juni 2003, 10:27
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Nach Ablehnung des Übernahmeangebots

Der SAP-Konkurrent und US-Software-Hersteller Oracle hat angekündigt, für den Fall der Übernahme seines kleineren heimischen Rivalen PeopleSoft dessen Anwender-Software für Geschäftskunden für mindestens zehn Jahre weiter zu entwickeln. In einer Erklärung warf Oracle-Chef Larry Ellison der PeopleSoft-Führungsspitze eine Täuschungsstrategie vor, indem sie behaupte, ihre Kunden müssten im Falle einer feindlichen Übernahme zu Oracle-Produkten wechseln. "Wir werden mindestens in den kommenden zehn Jahren damit fortfahren, PeopleSoft-Produkte zu entwickeln und zu verbessern, auch länger, falls Kunden eine weitere Betreuung verlangen", erklärte Ellison.

Übernahmeangebot von Oracle abgelehnt

Zuvor hatte PeopleSoft auch das erhöhte milliardenschwere Übernahmeangebot von Oracle abgelehnt. Grund für die Entscheidung sei der ungewisse Ausgang der kartellrechtlichen Prüfung einer Fusion und die erklärte Absicht von Oracle, Produkte von PeopleSoft einzustellen, gab das Unternehmen bekannt. Beides würde den Geschäften von PeopleSoft irreparablen Schaden zufügen, hieß es. Oracle hatte dem PeopleSoft-Management im Gegenzug vorgeworfen, die Interessen der eigenen Aktionäre zu ignorieren.

Der weltweit zweitgrößte Software-Hersteller Oracle hatte am Mittwoch sein Angebot auf 19,50 Dollar je PeopleSoft-Aktie von bislang 16,00 Dollar erhöht. Das Gesamtvolumen der Offerte steigt damit auf 6,3 Milliarden Dollar (5,41 Mrd. Euro) von zuvor 5,1 Milliarden Dollar. PeopleSoft hatte daraufhin seinerseits mit dem bereits angekündigten eigenen Übernahmeangebot für den kleineren Konkurrenten J.D. Edwards im Volumen von 1,75 Milliarden Dollar begonnen. Oracle ist gegen dieses Geschäft. Oracle will mit dem angestrebten PeopleSoft-Erwerb der deutschen SAP in deren Kerngeschäft Unternehmenssoftware stärker Konkurrenz machen.(APA/Reuters)

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