Open Source AktivistInnen spucken SCO in die Suppe

20. Juni 2003, 15:49
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Hatten soviele Leute Einblick in Unix-Code, dass er kein Handelsgeheimnis mehr darstellt?

Während SCO in der eigenen Rhetorik immer lautstarker gegen IBM und die angebliche illegale "Entlehnung" von Unix-Code im Linux-Kernel vorgeht, ist auch die Gegenseite nicht gerade inaktiv: So behauptet Open Source Evangelist Eric S. Raymond mittlerweile 60 Personen gefunden zu haben, die eidesstattlich bestätigen wollen, dass sie Einblick in den Unix-Source-Code hatten, ohne ein Stillschweigeabkommen mit SCO oder einem der früheren Rechteinhaber unterzeichnet zu haben.

Anti-SCO

Haben all diese den Einblick nicht auf illegalem Weg erhalten, könnte dies SCOs Hauptklagepunkt - Verrat von Firmengeheimnissen - zu Fall bringen, da es sich aufgrund der mangelnden Wahrung der Geheimnisse eventuell nicht mehr um solche handeln könnte. Laut Raymond sei es bekannt, dass AT&T und Sun reihenweise Lizenzen an Universitäten verkauft hätten, wo der Code von tausenden StudentInnen eingesehen werden konnte, ohne dass diese eine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber unterzeichnen mussten. SCO gibt sich gelassen und hält Raymonds Bemühungen für eine "Zeitverschwendung", da die entsprechenden Personen keinen Einblick in den Code von SCOs Unix System V gehabt hätten. (apo)

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