Hilton soll verkauft werden

20. Juni 2003, 15:05
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Nur zwei Jahre nach dem Erwerb des Luxushotels wollen Familien Soravia/Dichand wieder veräußern

Wien - Die Familien Soravia und Dichand wollen das erst vor zwei Jahren erworbene Hilton-Hotel in Wien-Landstraße wieder losschlagen, kaufen soll es eine von drei großen Immobilien-Investmentfirmen, die sich dafür interessieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Trend" in seiner neuesten Ausgabe. Die heimische Investorengruppe hatte das Hotel im April 2001 von der Swissair gekauft. Derzeit wird eine Kompletterneuerung des Hilton samt Zubau von Büros und Wohnungen durchgeführt.

Am 4. Juli erwarte er ein Angebot eines österreichischen, eines deutschen und eines englischen Investmentfonds, erklärt Hanno Soravia laut Bericht. Abgeben wollten er und Christoph Dichand, Sohn des "Krone-Gründers", aber nur den Hotelteil, nicht aber die neu zu errichtenden Wohnungen, Büros und Garagenflächen.

Verkauf immer geplant

Die Familien Soravia und Dichand hatten das Hilton um 73 Mio. Euro - damals rund 1 Mrd. S - erworben. Die für den Umbau zu veranschlagenden Kosten schwanken je nach Bericht, dürften aber (inklusive Kaufpreis) zwischen 158 und 175 Mio. Euro betragen. Die Verkaufspläne kämen nicht unerwartet, "es war immer geplant, nach der Projektabwicklung an einen Endinvestor zu verkaufen", sagt Soravia.

Der Umbau des soll im nächsten Frühjahr abgeschlossen sein. Ob sich beide Investorengruppen in gleichem Ausmaß aus dem Projekt zurückziehen werden, wird in dem Bericht offen gelassen. Die Familie Dichand könnte "größere oder alle" Anteile abgeben, "während Soravias am Stadtpark offenbar längerfristiges Interesse haben".(APA)

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    foto: standard/semotan
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