Spike Lee siegt in Rechtsstreit

20. Juni 2003, 13:53
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Kabelsender wollte "Spike TV" heißen - verboten

New York - Filmemacher Spike Lee (46) muss sich vorerst keine Sorgen machen, dass ein Kabelsender den Namen "Spike TV" benutzen wird. Ein Berufungsgericht in New York bestätigte am Donnerstagabend eine richterliche Verfügung, wonach der Mediengigant Viacom seinen Kabelsender TNN vorläufig nicht auf Spike TV umtaufen darf. Im September soll der bittere Namensstreit dann vor einem Gericht ausgetragen werden. Regisseur Lee fürchtet um seinen guten Ruf. Man würde fälschlicherweise glauben, dass er hinter Spike TV und den seiner Meinung nach "geistlosen" und "quasi-pornografischen" Programminhalten stehe.

Viacom wiederum beschwerte sich vor Gericht, dass Lees Einspruch den Sender bereits über umgerechnet 3,7 Millionen Euro gekostet habe. Das Unternehmen hatte den Namen im Zusammenhang mit einem Programmwechsel ändern wollen und kündigte an, um den Namen Spike zu kämpfen. Der Sender, der bisher vor allem Folgen von "Star Trek", "Baywatch" und "Miami Vice" wiederholt hatte, plant für die Zukunft unter anderem, eine Zeichentrickserie "Stripperella" mit der Stimme von Pamela Anderson auszustrahlen. (APA/dpa)

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