Das Galaxy S3 punktet besonders in Sachen Schnelligkeit

Etwas weniger Kunststoff hätte dem Samsung-Gerät allerdings gut gestanden

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung hat am Dienstag sein neues Smartphone-Vorzeigemodell Galaxy S3 auf den Markt gebracht. Das Android-Smartphone verfügt über ein 4,8-Zoll-Display, wiegt 130 Gramm und mit Maßen von 136 x 71 x 9 Millimeter dürfte es auch nicht in jede Hosentasche bequem passen.

Speed

Smartphones sind ja längst keine mobilen Sprechapparate mehr, sondern multifunktionale Lebensbegleiter - und ein wenig Spielzeug. Sowohl was Leistung und Funktionen anbelangt, hat der koreanische iPhone-Herausforderer voll in die innovative Trickkiste gegriffen. Besonders fällt die Schnelligkeit auf, mit der viele der Anwendungen reagieren.

Auflösung 1280 mal 720 Pixel

Ist die Mikro-SIM-Karte eingelegt, macht sich der schnelle Quadcore-Prozessor beim Galaxy S3 bemerkbar. Vom Einschalten bis zur Betriebsbereitschaft vergehen nur wenige Sekunden. Auch Startbildschirme und Menüs gleiten schnell über das kontrastreiche Amoled-Display (Auflösung 1280 mal 720 Pixel). Viel Aufwand hat Samsung in den Kamerabereich gesteckt. Die 8-Megapixel-Kamera samt Autofokus auf der Rückseite bietet viele nützliche Funktionen wie BestFoto, dabei wählt die Kamera aus acht Fotos den besten Schnappschuss, oder die Möglichkeit, während des Filmens gleichzeitig zu fotografieren. Über die Frontkamera sind HD-Video-Chats möglich.

Eine begrüßenswerte Funktion ist "Smart Stay". Dabei überprüft die Frontkamera in regelmäßigen Abständen, ob die Augen des Nutzers auf das Display gerichtet sind. Dies erweist sich besonders praktisch beim Lesen längerer E-Mails oder Texten auf Internetseiten, da nicht permanent der Stromsparmodus den Bildschirm abdunkelt.

S-Voice

Viele der gebotenen Features fordern aber reichlich Übung, wie die Screenshot-Geste mit der Handkante oder der Direct Call. Mit letzterem kann der Nutzer beispielsweise einen Kontakt anrufen, indem er das Handy beim Betrachten einer Nachricht der entsprechenden Person nur zum Ohr bewegt. Auch mit S-Voice, der Konkurrent zu Apples iPhone-Sprachassistentin Siri, muss man sich erst anfreunden - oder vice versa. Die Möglichkeit, ein gespeichertes Video parallel weiterzulaufen, während man im Netz surft oder Mails liest, ist innovativ, doch nicht jedermanns Bedürfnis.

Video: Das Galaxy S3 überzeugt mit seiner Geschwindigkeit

Fazit: Das Galaxy S3 bietet einiges für Leute, die ein leistungsstarkes Android-Smartphone im High-End-Bereich suchen und Spaß an Gimmicks haben. Etwas weniger (wenn auch hochwertiger) Kunststoff hätte dem Samsung-Gerät, dessen offizieller Preis bei 699 Euro liegt (16 GB Speicher, ohne Mobilfunkvertrag), gut gestanden. (Karin Tzschentke, DER STANDARD 01.06. 2012)

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