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Die Uni Wien verhandelt mit dem Wissenschaftsministerium derzeit ihr Budget für 2013 bis 2015.
Wien - Die Universität Wien will in der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode (2013-2015) vor allem die Betreuungsverhältnisse verbessern und stärker in die Forschung investieren. Außerdem gebe es strategisch wichtige Pläne für den Gebäudebereich, betonte Rektor Heinz Engl gegenüber der APA. In der kommenden Woche beginnen für die Uni die Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen (LV) mit dem Wissenschaftsministerium. Für die laufende LV-Periode hat sich die Uni nachträglich vom Bund einen "moderaten Zuschlag" erhalten.
Großer Naturwissenschafts-Standort
Gerade vor dem Hintergrund der Berichte - zuletzt der EU-Kommission und des Schweizer Managementinstituts IMD - zur gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs seien Investitionen in die Forschung, vor allem in die Naturwissenschaft und Technik, besonders wichtig, so Engl. "Die Uni Wien ist ein großer Naturwissenschafts-Standort, der in den vergangenen Jahren exzellente Berufungen gemacht hat." Um diesen Weg weitergehen zu können, sei aber in den kommenden drei Jahren ein ausreichendes Budget nötig.
"Um künftig nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, wären besonders Ausschreibungen des Ministeriums zu Geräteinvestitionen etwa in der Chemie und Physik wichtig", so Engl. Zwar werde dieses Thema auch in den LV-Gesprächen thematisiert. Für Großgeräte etwa in der Molekularbiologie brauche man aber immer wieder Extraausschreibungen aus Offensivmitteln, die durchaus nach kompetitiven Kriterien und internationaler Begutachtung vergeben werden sollten.
Verbesserung der Betreuungsverhältnisse
Einen weiteren Schwerpunkt will Engl auf die Verbesserung der Betreuungsverhältnisse in den überlaufenen Studienrichtungen legen. Dafür benötige man "mehr Budget bzw. eine vernünftige Kapazitätsregelung". "Ich mache mir nicht die Illusion, dass es beliebig viel Geld geben wird", meinte Engl. Deshalb sei eine vernünftige Kombination der beiden Maßnahmen sinnvoll.
"Starken Nachholbedarf hat die Universität Wien im Gebäudebereich", so Engl. Der derzeitige Biologie-Standort in der Althanstraße in Wien-Alsergrund erfordere allein aus Arbeitnehmerschutz-Gründen hohe Investitionen. Man diskutiere mit dem Ministerium aber auch über Pläne für einen neuen Standort.
Für heuer konnte die Uni Wien die Budgetfrage mit dem Ministerium klären. "Wir haben uns mit dem Ministerium geeinigt", so Engl. Im Gefolge des Urteils einer Schiedskommission, das der WU nachträglich Mittel zuerkannt hatte, verlangte auch die Uni Wien einen Budgetzuschlag für die vom Verfassungsgerichtshof aufgehobene Regelung für die Studienbeiträge in Höhe von sieben Mio. Euro. Man habe nun nicht alles bekommen - wichtiger sei aber ohnehin das Budget für 2013 bis 2015.
Studiengebühren: Klärung der Rechtsfrage
Studiengebühren sind für Engl im Moment "nicht unser Hauptproblem". "Angestrebt wird aber die rasche Klärung der Rechtsfrage": Viel entscheidender seien die Finanzierung über die Leistungsvereinbarungen und Zugangsregeln.
Zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses "massiv ausbauen" will der Rektor die Stellen für die durch den neuen Kollektivvertrag eingeführten "Associate Professors". Engl ist der Ansicht, dass "ein Wissenschafter sich einmal im Leben in Konkurrenz mit anderen beworben haben muss". An der Uni Wien erfolgt diese kompetitive Bewerbung bereits wenige Jahre nach dem Doktorat. Mit dem erfolgreichen Bewerber wird dann eine Qualifizierungsvereinbarung geschlossen, deren Umsetzung nach vier Jahren von internationalen Gutachtern überprüft wird. Bei einem positiven Gutachten erhält der Nachwuchswissenschafter dann eine Dauerstelle als "Associate Professor". Im Moment gibt es rund 60 solcher Stellen an der Uni Wien. Mittlerweile habe man ein Tenure-Track-Sytem etabliert, bei dem früh klar sei, ob man bleiben könne oder nicht. Die Entscheidung, ob jemand Wissenschafter bleiben könne, falle an der Uni damit früher als bisher, betonte Engl. (APA, 1.6.2012)
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dass es tenure track stellen gibt ist ja schön, leider werden aber auch einige dieser stellen aus nicht nachvollziehbaren gründen nach bereits erfolgter ausschreibung und nach internationaler begutachtung auch einfach wieder gestrichen. diese erfahrung gibt es auch, und da gibt es nichts schön zu reden, sondern das ist wieder einmal unipolitik nach bestellung, aber kein transparentes verfahren, sondern verteilungspolitik an diejenigen, die mauscheln.
sorry
die nicht habilitierten professoren ;-)
haben ihren mag. an der uni gemacht
dafür hat meine tochterletztes jahr in der ersten volksschulklasse von ihrer lehrerin vor ostern die aufgabe bekommen ein referat über
"die weihnachtsriten in österreich bundesland spezifisch"
zu halten- als ich mich weigerte für das kind ein referat auszuarbeiten-
bekam sie einen text zu analysieren in dem es um die pädagogisierenden aspekte der stubenspiele des 17.jh. ging....
seither zahl ich viel geld für eine private schule
weshalb
die direktion war der meinung man habe korrekt gehandelt und wollte nur die soziale kompetent des mädels hinterfragen
Das haben schon fast alle Unis, so wie im Kollektivvertrag vorgesehen.
Mit Reduktion der Mittel wird man aus "Spargründen" auch immer mehr billige Associate-Professoren (=Kollektivvertragsgehalt) zurückgreifen. Das ist schon seit längerem Standard.
Richtige Univ.Prof. kosten leicht doppelt so viel (frei ausgehandeltes Gehalt), wollen Ausstattung, Berufungszusagen, usw. --- das wird es in Zukunft wohl eher für wenige, strategische Berufungen geben. Ein Tenure-Tracker ist dagegen froh, wenn er nicht arbeitslos ist und schluckt alles, kann in Gremien verplant werden, usw.
Die Propaganda ist einfach zu durchschauen.
> benötige man "mehr Budget bzw. eine vernünftige Kapazitätsregelung"
Mit anderen Worten - man will eine bessere Forschung erzielen durch, hmm ... eingeschränkte Plätze.
Das dies gut funktioniert sieht man an den zahlreichen Nobelpreisträgern aus Österreich in diesem Bereich in den letzten 50 Jahren (lol). Die Schweiz hingegen, schafft es wirklich - was macht die Schweiz besser als Österreich?
> "Starken Nachholbedarf hat die Universität Wien im Gebäudebereich"
Ah ja. Paar Millionen Euro für Gebäude sind niemals ein Problem, aber die limitierten Plätze in den Studien sollen von den Studenten selbst finanziert werden, weil ... das Geld fehlt.
Aha, genau...
Propaganda.
Die ETH hat doch nur so viel Geld weil sie Studiengebühren verlangen. Unsere Politiker haben das verstanden, die Unis scheinbar noch nicht, aber bald werden sie es auch einsehen, dass Studiengebühren notwendig sind, um eine gute Qualität zu garantieren.
Das Budget pro StudentIn ist laut http://htu.at/Main/Zuku... kunftAbout an der
TU Wien: 7.564€
ETH Zürich: 54.473€
Also müsste nur jeder Student 47.000 Euro/Jahr Studiengebühren zahlen und alles wäre in Butter..
Ist gut, dann müsste man in Österreich nur die Fachhochschulen extrem ausbauen, damit die die Studi zahlen auch verarbeiten können, wenn die Unis entlastet werden.
Der Trend scheint ja eh dahin zu gehen das Lehre und Forschung immer weiter entkoppelt wird. Sollte man sich von der Grundidee wieder zu Humboldt Idee der Einheit dieser zurückbesinnen, ist So ist das Konzept Universität an sich überkommen und die Unis und alle Personen dabei leiden darunter, dass aus diesen in die eine oder anderen Richtung was gemacht werden soll, was sie nicht ist.
Das Konzept "humboldtsche Forschungsuniversität" ist nicht darauf ausgelegt 50% der Bevölkerung zu Akademikern zu machen - wie es von OECD usw gefordert wird; Es fehlt an Ressourcen und an geeigneten Studierenden.
In Wahrheit interessieren sich viele Studenten einfach nicht besonders für Forschung sondern wollen einfach nur eine passable Hochschulausbildung - Warum also diese Leute in Forschungsuniversitäten hineinstecken?
Mmn sollte die Studentenzahl an den Unis von nun an konstant gehalten, vielleicht sogar gesenkt werden und der Hochschul-AUSbildungssektor ausgebaut werden.
Man müsste (das passiert ja auch bereits) die FHs auf das Bachelorstudium sowie spezielle berufsnahe Master (berufsbegleitend) fokussieren. Hierzu müssen diese qunatitativ ausgebaut werden (was geschieht).
Die Unis auf Masterstudiengänge, Promotion und Forschung. Hierzu müssen diese qualitativ ausgebaut und fokussiert werden (was auch geschieht).
Sinnvoller wäre es, akademische berufsqualifizierende Ausbildung an FHs zu fokussieren; dies vor allem entsprechend dem Bologna-System im Bachelor-Bereich.
Und akademische Forschung, Kultur und Wissenschaft an den Universitäten; dies vor allem im Master-Bereich sowie Promotion u.s.w.
Ein entscheidener Schritt wäre, dass die BIG angehalten wird, der UniWien mal ihre Gebäude in die Eigenverwaltung schenken würde. (Selbiges für andere Universitäten)
Die UniWien kümmert sich eh um alles selbst und die Vermieterin kümmert sich wenig, hat aber die höchsten Preise weit.
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