Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
In einem aktuellen Standard-Interview spricht sich ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon dafür aus "die AHS als sehr gute Schule zu erhalten".
Amon argumentiert, dass "viele Kinder scheitern, weil sie überfordert sind, weil sie in der falschen Schule sitzen, weil die Auswahl nicht danach getroffen wird, wie leistungsfähig sie sind".
Was ist Ihre Meinung?
Wie gut/schlecht ist das Gymnasium in Österreich?
Sitzen "nur" die falschen Kinder in der falschen Schule?
Fördert Unterrichtsministerin Schmied die Gesamtschule und werden die Gymnasium von ihr "ausgehungert"?
Diskutieren Sie mit und senden Sie einen Leserkommentar an: debatten@derStandard.at
Hier können Sie unsere Richtlinien und Tipps zu den Leserkommentaren nachlesen.
Ich besuche selbst derzeit die Oberstufe eines Gymnasiums und man spürt durchaus, dass unsere Schule ausgehungert wird, nicht nur die Unterstufe.
Im naturwissenschaftlichen Zweig unserer Schule liegt der Schwerpunkt vor allem im selbstständigen Arbeiten und Projekten in Kleingruppen. Uns wurden allerdings die Gelder gekürzt, sodass wir anstelle von zwei Gruppen zu je 10 Schülern eine Gruppen von 20 Schülern sind - was die beabsichtigte Unterrichtsform weitgehend unmöglich macht und unseren Schulversuch für nichtig erklärt. Schon allein aufgrund solcher Vorfälle steh ich den derzeitigen Änderungen im Schulsystem sehr kritisch gegenüber, zumal uns noch weitere Stunden gekürzt wurden und auch für diverse Freigegenstände nichts übrig bleibt.
Ich glaube, dass viele Eltern für Ihre Kinder das Gymnasium wählen, weil in der Hauptschule mittlerweile schon zu viele Sonderschüler sitzen.
Wenn die Sonderschule abgeschafft wird, sollte es auch keine Einteilung der Schüler in Gymnasium oder Hauptschule mehr geben dürfen.
meine Erfahrung mit Gymnasium: die leitung legt großen wert auf öffentlichkeitsarbeit und nicht auf wissensvermittlung! Hausübungen werden den schülern kaum aufgegeben, selten korrigiert, geschweige werden Verbesserungen eingefordert. In Englisch kommen externe sog. Profis um viel Geld (mathe, deutsch usw entfallen), die Schulräume werden während dem Unterricht ausgemalt (deutsch, physik usw entfallen), Unterricht entfällt weil Fotos für die Regionalzeitung geknipst werden - also zusammengefasst: jeder will sich ein Denkmal setzen auf die Kosten unserer Kids, was aus denen wird ist dem Großteil egal! Ich nehme an das gibts in allen Schultypen...
in denen nach wartelisten die freien lehrerposten vergeben werden, egal welche faecher diese studiert haben. in diesen schulen ist es so, dass lehrer faecher unterrichten, fuer die sie nicht ausgebildet wurden.
es gibt schulen, in denen werden nur lehrer angestellt, die faecher studiert haben, die benoetigt werden. in diesen schulen unterrichten nur fachlich ausgebildete lehrer.
erstere schulen nennt man hauptschulen, zweitere gymnasien.
dieser zustand sagt nichts ueber motivation, didaktische oder paedagogische ausbildung der lehrer aus.
nur in gymnasien ist gewaehrleistet, dass fachkraefte auch "ihr" fach unterrichten.
Es mag Hauptschulen (NMS) geben wo das so ist. In vielen HS/NMS unterrichten die Lehrer aber "ihre" geprüften Fächer.
PS: Ich wurde im Gym in der Oberstufe auch von einem BU Professor in Chemie unterrichtet.
Innerhalb von nur drei Kilometer kann man die Frage sowohl mit Ja als auch mit Nein beantworten.
Ein fragwürdiger Bildungstempel als öffentlich geführtes Gymnasium mit oberster Parteibuchbesetzung und ein privat geführtes ORG im Tiroler Oberland geben unverblümt einen Eindruck welch niedere Qualität an Bildung an einem öffentlichen Gymnasium möglich ist, wenn einmal Posten parteipolitisch zementiert sind. Z.B. gilt dann ein stockbesoffener Professor eben als nüchtern.
Auf der anderen Seite die private Einrichtung, welche leider für teures Geld Schüler immer wieder zu Aussagen verleitet, "die Schule war heute wieder cool"! Der Bildungsauftrag wird im Vergleich leider nur von der privaten Einrichtung ernstgenommen und zielführend umgesetzt.
Die Debatte des Bildungswesen, die sich zwischen rot und schwarz seit ca. 40 Jahren auf der Ebene zwischen Ganztags- Gesamtschule und Gymnasium abspielt, ist absurd.
Alle drei Schultypen sind so gut, wie sie organisiert sind, wie ihre Lehrerinnen sind, und wie das Geld da ist.
Wenn ich ausreichend Geld zur Verfügung habe, kann ich mit einer Gesamtschule die nach Modulen geregelt ist und in Leistungsgruppen, mit engagierten Lehrkräften wohl am meisten erreichen.
Wenn das Geld und die guten Lehrkräfte aber nicht da sind, ist das Gymnasium wohl noch das Beste, was wir haben.
Wie dann Gesamtschulen aussehen können, kann man sich in so mancher in D anschauen...
Es muss zuerst um Anderes gehen: Lehreaus- und --weiterbildung, Lehrerkontrolle.
Ein Facharbeiter ist gleich viel wert wie ein Akademiker. Mittlerweile habe ich oft vor Facharbeitern mehr Respekt als vor so manchem Doktor.
Selbst bin ich sehr dankbar, dass ich noch in einem humanistischen Gymnasium Griechisch und Latein lernen durfte.
einen vertiefenden Blick auf ein möglichst vielfältiges Spektrum an Wissensbereichen zu ermöglichen, gäbe es nix Besseres. Gymnasialbildung hat nur einen wirklich wichtigen Effekt: Der Absolvent ist a) eine selbstbewusste Persönlichkeit (weil er nicht alles glauben muss, was ihm von wem auch immer vorgemacht wird) – b) eine bescheidene Persönlichkeit (weil er weiß, dass er nichts weiß und sich dadurch von der postenden Mehrheit positiv abhebt).
Die Verwirklichung dieses Ziels scheitert leider an der Majorität der untauglichen Lehrer…
Auf die Frage ob das Gymnasium "wirklich so gut" sei kann nur mit Ja geantwortet werden.
Als jemand der ein gutes Gymnasium besucht hat und dessen Bruder in einer Sporthauptschule war, kann ich eindeutig belegen, dass das Gymnasium besser ist. Zumindest haben wir keine Ausflüge zum AMS gemacht.
Die Frage sollte aber weniger lauten ob das Gymnasium besser ist als die Hauptschule (oder wie sie gerade heißt), sondern warum die nicht-Gymnasien so viel schlechter sind und warum der Staat offensichtlich kein Interesse daran hat allen eine gute Schulbildung zukommen zu lassen.
Jeder hat das Recht auf gute Bildung, nicht nur auf eine Ausbildung!
aber es hebt sich, zumindest in Wien, deutlich von der oft grottenschlechten Hauptschule ab.
Und ja, das kommt (auch) durch Schülerselektion (schreckliches, böses Wort, nicht?) zustande - in den meisten Gymnasien kann man dadurch als Lehrer noch halbwegs sinnvoll unterrichten ohne ständig begriffsstutzige (noch ein böses, nicht politisch korrektes Wort) und/oder der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtige Kinder mitschleppen zu müssen.
dann muss man erkennen, dass die Unterstufe AHS fälschlicherweise getrennt von der Oberstufe gesehen wird. Die AHS ist auf 8 Jahre konzipiert, und daher sind eigentlich alle, die nach 4 Jahren die AHS verlassen Schulabbrecher! Ich habe nichts gegen die Langform der AHS, aber ich habe etwas dagegen, dass die AHS Unterstufe zu einer Art Gesamtschule geworden ist, ohne es zuzugeben. Denn in den städtischen Ballungsräumen gehen weit mehr Schüler in die AHS als in den ländlichen Gebieten. Das kann ja wohl nicht daher kommen, weil die Kinder in der Stadt um so viel intelligenter sind als am Land?
- das Gymnasium soll ja nicht abgeschafft ("ausgehungert") werden. Schmied forciert/fördert lediglich (und endlich!) die gemeinsame Schule der 10-14Jährigen, für die es seit einer Ewigkeit denselben Lehrplan gibt: Hauptschule und Unterstufe der AHS sollten schon längst identisch sein; und am Land ist es ja auch so. Neu an der Gesamtschule ist mMn der gemeinsame Unterricht aller - ohne Leistungsgruppen usw. Die Kinder helfen sich ganz wunderbar gegenseitig und lernen voneinander, in jede Richtung.
Ich verstehe die Aufregung gar nicht.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.