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Am Donnerstag Abend wurden in Wien zum zweiten Mal die "Immobilienmarken-Awards" verliehen. 5.300 österreichische Immobilien-Professionals wurden im vergangenen Jahr von der "Europäischen Gesellschaft für Immobilienmarkenbeobachtung (EUGIMB)" per Fragebogen um ihre Meinung gebeten, die Ergebnisse - 17 Kriterien pro Marke, mit denen u.a. Aspekte wie die Bekanntheit und die Vertrauens- und Empfehlungswürdigkeit abgefragt wurden - flossen in die Studie ein.
Hier die Sieger des Jahres 2012 in den zehn Kategorien:
Nicht jede Sieger-Marke war auch die bekannteste in ihrer Kategorie, wie Harald Steiner, "Mastermind" hinter dem Marken-Award, erklärte. ATP Architekten und Immorent wurden beispielsweise nur Dritte bzw. Vierte nach der Bekanntheit, dennoch setzten sich diese Marken aufgrund der weiteren Kriterien schlussendlich durch.
Insgesamt haben 88 heimische Immobilienmarken diesmal im B2B-Segment eine Bekanntheit von über 75 Prozent erreicht, ein Plus von drei Prozent gegenüber der erstmaligen Durchführung des Awards 2010/2011. Die 75-Prozent-Grenze war im zweistufigen Studiendesign der EUGIMB die Voraussetzung dafür, um in die zweite Stufe der Untersuchung - die Befragung der Professionisten - aufgenommen zu werden.
Makler haben höchste Bekanntheit
Wie sich zeigte, genießen die Immobilienmakler die höchste Bekanntheit unter allen Marken. Von den Top-15-Maklern erreichten 13 eine Bekanntheit von 90 Prozent, sechs sogar von mehr als 95 Prozent. "Wie die Untersuchung zeigte, werden die meisten Makler-Unternehmen aber auch als ziemlich austauschbar wahrgenommen", so Steiner. "Lediglich in der Dimension Preis-Leistung gibt es Positionierungsversuche."
Die EUGIMB ist ein Spin-Off des Berliner Immobilienmarketing-Unternehmens Premise Group, sie analysiert seit 2009 die deutschen Immobilienmarken und seit 2010 auch den österreichischen Markt. Der gebürtige Österreicher Steiner ist auch Geschäftsführer der Premise Group.
Die Teilnahme an der Studie war für die Unternehmen mit keinen Kosten verbunden, Steiner erhofft sich freilich Folgeaufträge für sein Marketingunternehmen. "Weniger als zehn Prozent der Firmen machen aktives Marken-Management", sagt er, entsprechend viel Potenzial ortet er in der Branche. Zunächst bringt er aber im Herbst einen "Social Media Report" über die Immobilienfirmen heraus, der sich mit den Auftritten der heimischen Unternehmen in Twitter, Facebook & Co. beschäftigt. (map, derStandard.at, 1.6.2012)
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