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vergrößern 447x500Wien - Niemals zuvor waren so viele Menschen in den Euro-Staaten arbeitslos: Insgesamt 17,4 Millionen Menschen (elf Prozent) hatten in den 17 Ländern mit der gemeinsamen Währung laut Eurostat im April keinen Job. Die EU-Kommission bezeichnete das Niveau der Arbeitslosigkeit als "inakzeptabel hoch" in einigen Ländern.Deutschland kommt in der aktuellen Eurostat-Statistik mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent wie schon seit längerem recht gut weg. Nur in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden ist ein noch geringerer Anteil ohne Beschäftigung. Die Krisenländer Spanien und Griechenland verzeichneten nach wie vor Quoten von über 20 Prozent. Besonders Jugendliche stehen dort auf der Straße.
Anstieg auch in Österreich
So gut Österreich auch im Vergleich aussteigt, auch die Lage am heimischen Arbeitsmarkt ist angespannt: Die Zahl der Arbeitslosen ist per Ende Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent oder 9.708 Personen auf 231.077 gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Schulungsteilnehmer um 4.858 (+7,4 Prozent) auf 70.638. Insgesamt waren damit 301.715 Menschen in Österreich ohne Job, 5,1 Prozent mehr als im Mai 2011, teilte das Sozialministerium am Freitag mit. Seit August 2011 steigt die Zahl der Jobsuchenden, nur im Jänner wurde ein Rückgang verzeichnet.
Es sei "der geringste Anstieg der Arbeitslosigkeit seit vier Monaten", freute sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Freitag. Gleichzeitig relativierte er aber: "Jeder Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zu viel. Deswegen arbeiten wir daran, bis 2016 Programme zu entwickeln, die die Beschäftigungschancen von älteren und gesundheitlich eingeschränkten Menschen erhöhen." Für das BZÖ bleibt das allerdings Augenauswischerei. Bei knapp 10.000 Arbeitslosen mehr könne man nicht von einem "moderaten Anstieg" sprechen", kritisierte Sozialsprecher Sigisbert Dolinschek.
Ältere und Äusländer betroffen
Ältere Arbeitnehmer und Ausländer waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai besonders betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg um 11,3 Prozent auf 49.556 Personen. Zum Vergleich: 181.521 Inländer (+2,6 Prozent) waren arbeitslos gemeldet . Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 54.035. Der demografische Wandel und der längere Verbleib von Älteren am Arbeitsmarkt zeigten sich in den Mai-Zahlen deutlich, betonte das Sozialministerium.
Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich auch regional unterschiedlich. In den Bundesländern mit einer verhältnismäßig großen Tourismuswirtschaft wurden im Mai weniger Arbeitslose verzeichnet. In Tirol (-3,5 Prozent), Vorarlberg (-2,2 Prozent), Salzburg (-0,2 Prozent) und Kärnten (-0,2 Prozent) durfte man sich über einen Rückgang freuen. Überdurchschnittlich war der Anstieg der Arbeitslosigkeit hingegen in der Steiermark (+10,3 Prozent), Niederösterreich (+9,3 Prozent) und Burgenland (+8,9 Prozent) sowie Oberösterreich (+7,6 Prozent). In Wien gab es einen unterdurchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent.
Nationale Berechnung bei 6,2 Prozent
Die Arbeitslosenquote lag nach österreichischer Berechnungsmethode im Mai bei 6,2 Prozent. Nach EU-Berechnung belief sich die heimische Arbeitslosenquote im April - das ist der aktuellste verfügbare Wert - auf 3,9 Prozent. Österreich hat damit weiterhin die mit Abstand niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Auf den Rängen folgen Luxemburg und die Niederlande mit jeweils 5,2 Prozent, im Schnitt der 27 EU-Staaten beträgt die Arbeitslosenquote 10,2 Prozent.
Die Zahl der aktiv Beschäftigten hat sich per Ende Mai um 55.000 Personen auf 3,372 Millionen erhöht. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist laut Sozialministerium um 3.893 (-10,8 Prozent) auf 32.304 zurückgegangen.
Elf Prozent Arbeitslose in Eurozone
Betrachtet man die gesamte Eurozone, steht Österreich (3,9 Prozent Arbeitslosigkeit nach EU-Methode) äußerst gut da. In der Eurozone waren im April elf Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitslos. Österreich verzeichnete von allen EU-Staaten wieder mit Abstand die niedrigste Quote. Dahinter folgen Luxemburg und die Niederlande (je 5,2 Prozent) sowie Deutschland (5,4 Prozent). Die höchsten Arbeitslosenraten meldeten Spanien (24,3 Prozent), Griechenland (21,7 Prozent) sowie Lettland und Portugal (je 15,2 Prozent).
Zum Vergleich: Im April dieses Jahres lag die Arbeitslosenquote in den USA bei 8,1 Prozent und in Japan bei 4,6 Prozent.
5,5 Millionen Jugendliche ohne Job
Nach Schätzung der EU-Statistiker waren damit im April 24,7 Millionen Menschen in der EU arbeitslos, davon 17,4 Millionen im Euroraum. Gegenüber März stieg die Zahl der Arbeitslosen um weitere 102.000 in der EU und um 110.000 im Euroraum. Die höchsten Zuwächse binnen zwölf Monaten verzeichneten Griechenland, Spanien und Zypern.
Im April waren in der EU 5,5 Millionen Personen unter 25 Jahren arbeitslos, davon 3,4 Millionen im Euroraum. Gegenüber dem Vorjahr stieg deren Zahl in der EU um 268.000 und im Euroraum um 214.000. Die Jugendarbeitslosenquote lag im April in der EU bei 22,4 Prozent und im Euroraum bei 22,2 Prozent. Zwölf Monate vorher hatte die Rate noch 20,9 Prozent bzw. 20,4 Prozent betragen. Die niedrigsten Quoten verzeichnen aktuell Deutschland (7,9 Prozent), Österreich (8,9 Prozent) und die Niederlande (9,4 Prozent). Am höchsten war die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland (52,7 Prozent) und Spanien (51,5 Prozent). (APA, 1.6.2012)
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blühende paradiese sind ausgebrochen, die inflation ist gering, der wohlstand wurde vermehrt. der euro wird immer mehr wert - österreich würde ohne den euro das armenhaus europas sein.
nur blöd, dass es den nichteuro-mitgliedern schweden und dänemark deutlich besser geht. von norwegen und der schweiz (die sich dem wahnsinn der brüssler gewaltherrschaft widersetzen) gar nicht zu sprechen!
der euro ist eine inflationäre währung, die zu massenarbeitslosigkeit, neuer armut in europa und altersarmut führen wird!
danke dann und bitte ruhig weiter manipulieren (mit den statistiken und so). es glaubt so und so kein vernünftiger mensch ein wort.
und der längere Verbleib von Älteren am Arbeitsmarkt zeigten sich in den Mai-Zahlen deutlich, betonte das Sozialministerium.
Darauf scheint das Ministerium auch noch stolz zu sein, es kümmert sich eben nicht darum, dass jene Gruppe auch länger erwerbstätig sein kann. Es ist wirklich absurd und sozial verantwortungslos über Fachkräftemangel, der dann auch ganz unspezifisch Dipl.Ing. betreffen soll, zu klagen, die Rot-Weiß-Rot Card zu fördern, obwohl ungeordneter Arbeitskräftezuwachs aus den EU Staaten ohenhin möglich ist und 2013 einen neuen Höhepunkt erreichen wird. Danke Herr Unsozialminister.
Aber das Sozialministerium beschäftigt sich ja auch mit anderen Aufgaben wie Freunderlwirtschaft, wie man hört.
Also leute mich wundert nichts mehr warum wir hier in europa keine arbeit haben wenn wir schon zum grössten teil asiatische und osteuropäische Produkte hier in östereich vorwiegend kaufen anstatt sie selbt zu Produzieren auch wenn sie am anfang bischen teurer wären als die asiatischen würden wir trotzdem langfristig davon profitieren davon bin ich ÜBERZEUGT,weil wir können nicht mit china oder indien oder japan konkurieren die produzieren dort um ein apfel und ein EI !! solange das die politiker hier nicht verstehen wird unsere Industrie nach osten abwandern und wir werden hier in europa garnichts mehr produzieren!!!! was bringen mir zB billigere Hosen aus china wenn ich hier keine arbeit habe um sie mir zu kaufen!
Erstens würden die produkte eine bessere qualität aufweisen, und weil ja arbeitskraft in östereich teurer ist als in china müssten diese produkte logischerweise auch teurer sein aber dafür wäre die firma wieder in der lage seinen mitarbeitern bessere Löhne zu bezahlen und somit würden wir aus dieser spirala nach unten ausbrechen und jeder würde davon Langfristig profitieren !
... weil es herrscht ja seit 2010 laut Expertenaussage aus dem Jahre 2008 (http://derstandard.at/3360043 ) ein Mangel an Fachkräften von min. 250.000
Und auch politische Parteien meinen, dass wir ein Einwanderungsland seien - auch wenn mit jedem der einwandert die Arbeitslosenzahl steigt.
http://www.gruene.at/menschenr... gspolitik/
ja, die im Artikel beschriebenen "Ausländer" die jetzt besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sind wohl die Facharbeiter die draufgekommen sind das sie von 400 Netto, in Österreich nicht leben können und jetzt auch faire Gehälter und Löhne verlangen ... und deswegen müssen neue her
diese Woche erst, gabs wieder einen "Händeringend" Artikel
Sie werden nach wie vor von den Firmen in die Arbeitslosigkeit gedrängt (sprich: gekündigt).
"Sie verbleiben länger am Arbeitsmarkt" heisst einfach, dass sie noch nicht in Pension gehen können und deshalb - nach Ablauf der Arbeitslosenunterstützung - von der Grundsicherung leben müssen.
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