Rotheißer Chilipfeffer

1. Juni 2012, 17:14
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Die Sachen sind auch noch richtig gut und preislich so knapp kalkuliert, dass sich inzwischen sogar die großen Handelsketten dafür interessieren

Georg Schiefer füllt in Wien-Ottakring Gutes in Gläser. Das allein ist schon mehr als beachtlich, schließlich sind handwerkliche Produktionsbetriebe mitten in der Stadt heutzutage eine Seltenheit, von ein paar Unermüdlichen wie Hans Staud (auch ein Ottakringer) einmal abgesehen. Außerdem sind die Sachen auch noch richtig gut und preislich so knapp kalkuliert, dass sich inzwischen sogar die großen Handelsketten dafür interessieren.

Ein bissl Feuer

Neben allerhand Pastasaucen und Pesti sticht vor allem diese Peperoncinipaste ins Auge, ihrer wunderhübsch blutroten Farbe wegen - aber auch, weil bekanntlich vieles deutlich besser schmeckt, wenn ein bissl Feuer mit dabei sein darf. Sie besteht aus nichts als getrockneten Schoten, Olivenöl und Salz und sollte speziell in Büroküchen, wo dem Vernehmen nach auch einmal Fertiggerichte in die Mikro geschoben werden, nicht fehlen: Mit einem bis zwei Löffeln vom Scharf gewinnen auch skrupellose Kühlregal-Gemeinheiten wie Bami Goreng oder Kalbsgulasch mit Nockerln unbestritten an Gaumen-Gleitfähigkeit. (corti, Rondo, DER STANDARD, 1.6.2012)

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