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Andreas Lust in "Davon willst du nichts wissen".
Wien - Es beginnt mit einer Pöbelei an der U-Bahn, an dessen Ende die Handtasche weg ist. Manche würden sagen: ein Zwischenfall, nicht mehr.
Im Psychothriller "Davon willst du nichts wissen" (Freitag, um 20. 15 Uhr auf Arte) läuft hingegen in der Folge alles sehr gründlich und wohlgeordnet aus dem Ruder. Wie ein Täter kehrt der Ehemann zurück an den Ort des Überfalls und macht ihn im Schutz der Dunkelheit zum Schauplatz eines finsteren Mordes, der eigentlich jemand ganz anderem gilt.
Durch allerlei Fenster, Türen und Nischen blickt der Zuschauer auf das Geschehen in einer erkalteten Ehe, auf einen Mann, der seine Beziehung durch einen Mord an einem Unbeteiligten retten will, auf eine Frau, die sich selbst am nächsten ist. Andreas Lust steht an der Seite von Sophie von Kessel mit blutunterlaufenen Augen die Angst immer mehr ins Gesicht geschrieben. Der Plan, mit der Tat Konflikte auszulöschen, scheint umsetzbar. Aber wie es mit unfehlbaren Rezepturen so ist, bekommen es restlos alle Beteiligten mit unerwünschten Nebenwirkungen zu tun.
Der deutschsprachige Psychothriller ist ein vom TV-Film sträflich vergessenes Subgenre. Ein ähnlich subversiv gestricktes Exemplar findet sich zuletzt 1995, als der spätere TV-Produzent Nico Hofmann Götz George unter Serienkillerverdacht stellte. "Davon willst du nichts wissen" ist der dritte Spielfilm des 36-jährigen Münchners Tim Trachte. Mit Geschick für Spannungsdramaturgie verkleinert er die Räume der Beteiligten, bis kein Ausweg bleibt. Wer da wen und warum getötet hat, ist letztlich egal. Die dunklen Seiten von Schutz und Schutzbedürfnissen liegen bereits frei. (Doris Priesching, DER STANDARD, 1.6.2012)
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Abrufbar auf videos.arte.tv
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Hat mir sehr gut gefallen, vor allem die (schweigsame) Darstellung von Andreas Lust. Schaurig-schöne Atmosphäre in kühlen Farben... Man hatte stets das Gefühl, in deren Intimsphäre einzudringen; die Begleitung in Form von minimalistischer und "Suspense"-artiger Musik verhalf deutlich zum Spannungsaufbau.
Nice try. Knapp daneben ist auch vorbei.
Ich sagte, man hatte das Gefühl, und nicht, dass ich es mag oder im realen Leben tue.
Lesen ist schon eine Herausforderung für manche.
Zwischen "Musik, die zu etwas verhalf" und "ich mag xyz" gibt es Unterschiede, aber machen Sie sich nichts draus. Bald wird es auch mit dem sinnerfassenden Lesen klappen.
im TV-Programm von kurier.at hört sich das alles viel banaler an:
"Durch das Verschulden des Familienvaters und Arztes Jan kommt ein junger Mann zu Tode. Da es scheinbar keine Zeugen gibt, versucht Jan, den tödlichen Unfall zu verheimlichen und zu vergessen. Doch auf einmal erhält er Drohnachrichten und ist sich sicher, dass jemand sein schreckliches Geheimnis kennt. Das Schicksal seiner Familie steht auf dem Spiel. "
gehts hier wirklich um denselben Film? ;-)
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