"Paul Kemp": Krassnitzer bekommt neue Serie

31. Mai 2012, 16:51
28 Postings

Krassnitzer hat genug gewinzert, jetzt ist Mediation angesagt - 13 Folgen im nächsten Jahr auf ORF 2 zu sehen

Wien - Thomas Stickler war gestern - der Harald Krassnitzer von morgen heißt Paul Kemp. Nach dem "Winzerkönig" dreht der österreichische Publikumsliebling derzeit wieder eine Serie mit Fortsetzungspotenzial. Dreh- und Angelpunkt von "Paul Kemp - Alles kein Problem" ist Krassnitzer selbst, der einen beruflich erfolgreichen und privat sowohl chaotischen als auch betriebsblinden Mediator spielt. Zu sehen ist die ORF-ARD-Koproduktion wohl nicht wie ursprünglich geplant im Herbst sondern voraussichtlich 2013.

Beim "Winzerkönig" war nach drei Staffeln Schluss. Dass eine weitere folgen könnte, glaubt Krassnitzer nicht. "Ich glaube, wir haben so ziemlich jede Reblaus persönlich kennengelernt und jeden Quadratmeter im Burgenland mit meinen Tränen und Schweiß getränkt - wir haben genug gewinzert", sagte er beim Pressetermin am Donnerstagnachmittag in Wien. Als Paul Kemp begibt sich Krassnitzer auf urbaneres Terrain und mit dem Thema Mediation wird ein modernes Phänomen aufgegriffen. Die Serie lebt zum einen von einzelnen Fällen, die Krassnitzer alias Paul Kemp beruflich zu lösen hat und die sich vom klassischen Ehestreit bis hin zur Postenbesetzung in Großindustrie oder Politik erstrecken. Dem gegenüber steht auf der anderen Seite Kemps persönliches Schicksal als betrogener Ehemann, dessen Ehefrau nicht weiß, ob ihr ungeborenes Kind vom Nachbarn oder von ihrem Mann stammt, und dessen Praxis vor dem Konkurs steht.

Parallelen

In Paul Kemp könne Krassnitzer Parallelen zu sich selbst erkennen, erzählte er. Die Figur sei ihm ähnlicher, als es etwa seine Rollen im "Tatort" oder beim "Winzerkönig" sind. "Es geht um die Wahrnehmung des Gegenübers. Ich bin immer jemand, der zuerst schaut, was mit dem anderen ist und wie es dem anderen geht. Nur auf mich selbst konzentriert zu sein, fände ich sehr langweilig." Mit einem Mediator habe er selbst noch nie zu tun gehabt, im Gegensatz zu Psychologen - "was in meinem Beruf relativ normal ist". Einige berufliche Kniffe des Mediators habe er sich aber für sein Privatleben bereits abgeschaut, berichtet der Schauspieler.

"Paul Kemp" ist eine "figurenorientierte Serie mit hohem Unterhaltungswert, viel Emotion und Komik" beschreibt es Regisseurin Sabine Derflinger, die für die Folgen sieben bis zehn verantwortlich zeichnet. Die ersten sechs Folgen wurden schon im Vorjahr abgedreht, bis Anfang Juli entstehen sieben weitere an Schauplätzen in Wien und Niederösterreich. Die Drehbücher stammen von Uli Bree und Klaus Pieber und neben Krassnitzer stehen Katja Weitzenböck als Kemps Frau Ella, Erika Mottl als seine Muter und Michael Dangl als Nachbar und Ellas Gspusi vor der Kamera. Am Donnerstag war auch Armin Assinger als "mein Alptraum" - so Krassnitzer - mit von der Partie. Jede Folge beginnt mit einem Alptraum des Hauptdarstellers, dessen Inhalt sich im tatsächlich Erlebten widerspiegelt. Zu sehen sind die 13 Folgen im kommenden Jahr auf ORF 2. (APA, 31.5.2012)

  • V.l.n.r.: Katja Weitzenböck, Harald Krassnitzer und Michou Friesz.
    foto: orf/badzic

    V.l.n.r.: Katja Weitzenböck, Harald Krassnitzer und Michou Friesz.

Share if you care.