Energie Graz will bis 2030 Fernwärme-Anschlüsse verdoppeln

31. Mai 2012, 16:12
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80.000 angeschlossene Wohnungen angepeilt - Landesrat Kurzmann: "Bessere Alternative zur Umweltzone"

Graz - Die Energie Graz hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum "Luftreinhalteprogramm" von Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) Prognosen für das Jahr 2030 vorgelegt: Diesen zufolge sollen die angeschlossenen Wohnungen von 35.000 (29 Prozent, Stand 2006) über 46.000 (36 Prozent, Stand 2011) auf 80.000 (57 Prozent) steigen. Allein 2011 seien weitere knapp 27 Megawatt ans Netz gegangen, darunter 2.300 Haushalte.

Das Programm für bessere Luftqualität sei laut Kurzmann die bessere Alternative zur Umweltzone, die er nie unterstützt habe, weil sie "Pendler und Bevölkerung momentan zusätzlich zu hoch belasten" würde. Dass sich die Lage in diesem Punkt mit dem Auseinanderbrechen der schwarz-grünen Grazer Stadtregierung und dem Ausscheiden der Grünen nun zu seinen Gunsten verbessert haben könnte, wollte er nicht geltenlassen: "Es geht nicht um die Entwicklung zu meinen Gunsten, sondern um eine Verbesserung der Luft für die Bevölkerung."

Kurzmann hoffe auch für 2013/2014 wieder neun Mio. Euro für das "Luftreinhalteprogramm" aus dem Budget zu bekommen. Schwerpunkte seien der Ausbau der Fernwärme vor allem in den Grazer Bezirken Andritz, Eggenberg, Straßgang und Liebenau. Mit Förderungen soll die Bevölkerung weiterhin zum Anschluss motiviert werden. Allein 2012 stünden 4,4 Mio. Euro für den Fernwärme-Netzausbau bereit. Zum Programm zählen aber auch Fahrverbote für alte Taxis in Graz und Lkw, die sukzessive aus dem Verkehr verschwinden sollen. (APA, 31.5.2012)

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