Häftlinge mit Musik aus der Sesamstraße gefoltert

31. Mai 2012, 14:03
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Häftlinge im US-Gefängnis Guantanamo sollen laut einer TV-Dokumentation des Senders Al-Jazeera in der Vergangenheit mehrfach mit lauter Musik gefoltert worden sein. Neben Rockmusik wurden jedoch auch "sanftere" Töne angeschlagen, um die Gefangenen zum Reden zu bringen. Die Häftlinge wurden während stundenlanger Verhöre auch mit Liedern aus der Kinder-TV-Sendung "Sesamstraße" beschallt.

Christoph Cerf, preisgekrönter Komponist für die "Sesamstraße", wollte im ersten Moment nicht glauben, dass seine Musik für diese Zwecke verwendet wurde. Angeblich nicht zum ersten Mal, denn schon im Jahr 2003 sollte damit der Wille von Kriegsgefangenen im Irak gebrochen werden. (red, derStandard.at, 31.5.2012)

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    Vom Kinderzimmer nach Guantanamo: Die Musik aus der "Sesamstraße" wird vielfältig eingesetzt.

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