Österreichische Liga in Europa auf Rang 13

31. Mai 2012, 12:22
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Die heimischen Bundesligisten erwirtschaften durchschnittlich 56 Prozent ihres Umsatzes durch Sponsoreinnahmen

Düsseldorf - Die zehn Club der österreichischen Bundesliga setzten laut dem "Annual Review of Football Finance" des Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte in der Saison 2010/11 155 Millionen Euro um, damit liegt die tipp3-Liga im diesbezüglichen Europa-Ranking an der 13. Stelle. In diese Summe nicht einbezogen sind die Transfererlöse der Clubs.

56 Prozent durch Sponsoreinnahmen

Die Bundesligisten erwirtschaften durchschnittlich 56 Prozent ihres Umsatzes durch Sponsoreinnahmen - so hoch ist der Prozentsatz in keiner ähnlich finanzkräftigen Meisterschaft. Unverhältnismäßig klein sind hingegen die Einnahmen aus dem Spielbetrieb (18 Prozent) und dem TV-Vertrag (10 Prozent). Die restlichen 16 Prozent des Umsatzes von Red Bull Salzburg und Co. stammen laut Deloitte aus "sonstigen Erlösen" wie zum Beispiel Merchandising. In einem wichtigen Bereich ist die österreichische Liga sehr gut unterwegs. Der Personalaufwand steht im Vergleich zum Umsatz bei 58 Prozent, in dieser Wertung liegt von den Top-15 nur Deutschland mit 53 Prozent besser.

Deutschland steht gut da

Die deutsche Bundesliga ist wirtschaftlich bestens aufgestellt. "Der zusätzliche Champions-League-Platz ab der Saison 2012/13 und die Steigerung der Erlöse aus der nationalen Medienvermarktung ab 2013/14 um 50 Prozent wird das beeindruckende Wachstum der Bundesliga weiter begünstigen", glaubt Stefan Ludwig, Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte Deutschland.

Überall spitze, nur beim Umsatz an zweiter Stelle

Auch die starke Wirtschaft in Deutschland im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern trägt zu den guten Aussichten bei. Schon jetzt ist die Bundesliga in den Bereichen Zuschauerzahlen, Profitabilität und kommerzielle Erlöse (Sponsoring, Hospitality, Merchandising etc.) spitze. In Sachen Umsatz bleibt allerdings die Premier League unangefochten Europas Champion - unter anderem auch wegen der deutlich höheren Erlöse aus der Vermarktung im Ausland. Laut Deloitte stiegen die Gesamteinnahmen der 18 Bundesliga-Clubs um fünf Prozent auf 1,746 Milliarden Euro. Die Premier League kam auf umgerechnet 2,515 Milliarden Euro. Die spanische Primera Division (1,718 Milliarden Euro) hielt dank Real Madrid und dem FC Barcelona noch mit. Die Serie A (1,553) und die französische Ligue 1 (1,04) folgen auf den Plätzen vier und fünf.

Im Schnitt 45.000 Besucher

Die deutsche Bundesliga und die Premier League waren erneut die einzigen, die 2010/11 operativ Gewinne erzielten. Zum dritten Mal in Folge holte die deutsche Liga den Titel als profitabelste Spielklasse. Das Betriebsergebnis wurde um 33 Millionen (24 Prozent) auf 171 Millionen Euro verbessert. In England erwirtschafteten die 20 Clubs des Oberhauses 75 Millionen Euro. Mit über 800 Millionen Euro schaffte die Bundesliga auch die höchsten kommerziellen Erlöse, rund 216 Millionen Euro mehr als die Premier League. In der gerade abgeschlossenen Saison 2011/12 kamen im Schnitt mehr als 45.000 Besucher zu den Bundesligaspielen - so viel wie in keiner anderen Fußball-Liga weltweit. (APA, 31.5.2012)

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    Der Rubel rollt.

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