Wiener Börse schließt am Donnerstag im Plus

31. Mai 2012, 18:44
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EVN nach Zahlen stark, Strabag schwach

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen befestigt beendet. Der ATX stieg 12,45 Punkte oder 0,66 Prozent auf 1.897,04 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.894 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,42 Prozent, DAX/Frankfurt -0,62 Prozent, FTSE/London -0,02 Prozent und CAC-40/Paris -0,33 Prozent.

Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten

Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten zum BIP und aus dem Arbeitsmarkt drückten im Verlauf europaweit auf die Kurse. Der ATX schaffte es nach einem starken Schlusshandel jedoch wieder in die Gewinnzone. Die deutlichen Vortagesverluste von mehr als zwei Prozent wurden damit etwas eingedämmt.

Am heimischen Markt rückten auf Unternehmensebene neue Geschäftsergebnisse die entsprechenden Titel ins Blickfeld. Die Zahlenvorlagen führten die Aktien von EVN und Strabag aufs obere bzw. untere Ende der Kursliste. Die EVN-Aktie reagierte auf die Vorlage von Halbjahresergebnissen und der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms von bis zu einer Million Stück mit einem satten Kursplus von 5,78 Prozent auf 9,89 Euro.

Die Strabag-Aktie verabschiedete sich mit einem Kursverlust von 2,81 Prozent auf 17,67 Euro aus dem Tag. Die Analysten von Raiffeisen Research bewerteten die Höhe des Nettoverlustes im Auftaktquartal 2012 und den Verlust je Aktie in einer ersten Einschätzung als höher als erwartet. Auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr mit einem anvisierten Betriebsergebnis (Ebit) von mehr als 300 Mio. Euro wurde als ambitioniert beschrieben.

Telekom fester

Stark zulegen konnte vor allem kurz vor Handelsende die Telekom Austria-Aktie mit plus 4,69 Prozent auf 7,45 Euro. Das Unternehmen hat heute den geplanten Erwerb der Orange-Tochter Yesss bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Zudem nahmen die Experten der RCB ihre Empfehlung für die Aktien der Telekom von "hold" auf "buy" hoch. Auch das Kursziel wurde angehoben und liegt nun bei 8,90 nach zuletzt 8,40 Euro.

Bei auffällig hohem Handelsvolumen streiften Andritz ein Kursplus von 3,65 Prozent auf 42,76 Euro ein. Der steirische Anlagenbauer hat seit der Bekanntgabe eines Übernahmeangebots für den deutschen Metallpressenhersteller Schuler über zehn Prozent der Schuler-Aktien erworben und hält mittlerweile mehr als 48,5 Prozent an dem Unternehmen.

Negative Vorzeichen wiesen die heimischen schwergewichteten Bankentitel auf. Erste Group gingen um 0,50 Prozent auf 13,98 Euro zurück, während Raiffeisen um 1,40 Prozent auf 22,19 Euro nachgaben. Beide Titel mussten bereits am Mittwoch Kursverluste von jeweils mehr als vier Prozent verbuchen. (APA, 31.5.2012)

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