EVN steigert Ergebnis

31. Mai 2012, 09:26
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Dank der kalten Witterung stieg der Umsatz im Periodenvergleich um 3,8 Prozent

Wien - Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12 (1. Oktober bis 31. März) - auch dank der kalten Witterung - den Umsatz im Periodenvergleich um 3,8 % auf 1,69 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 2,9 % auf 202,8 Mio. Euro. Das EBITDA (vor Abschreibungen) kletterte minimal um 0,5 % auf 325,9 Mio. Euro, trotz um 4,6 % gestiegener operativer Aufwendungen. Das Nettoergebnis stieg im Halbjahresvergleich um 13,6 % auf 209,1 Mio. Euro an. Im ersten Halbjahr 2010/2011 war allerdings ein Minus von 11,7 % auf 184,0 Mio. Euro verzeichnet worden. Für das aktuelle Geschäftsjahr geht die EVN von einem Nettoergebnis auf Vorjahresniveau aus, wie das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mitteilte.

Analysten hatten eine etwas stärker ausgeprägte Umsatz- und EBITDA-Steigerung von 8 % bzw. 2,8 % erwartet. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30. September 2011 um 5,5 % auf 7,25 Mrd. Euro - die Wertansätze für die anteilig einbezogenen Unternehmen und sonstiger Beteiligungen wurden erhöht. Nach dem 1. Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahr hatte die Bilanzsumme 7,357 Mrd. Euro betragen. Das Ergebnis je Aktie wurde im Halbjahresvergleich um 11,5 % von 1,04 Euro auf 1,16 Euro gesteigert.

Eigenkapitalquote gesunken

Die Eigenkapitalquote sank im Periodenvergleich von 48,1 % auf 46 % bzw. von 3,54 Mrd. Euro auf 3,34 Mrd. Euro, während die Nettoverschuldung um 34,0 % von 1,34 Mrd. Euro auf 1,78 Mrd. Euro anstieg. Durch höhere Ergebnisbeiträge der at Equity (anteilig) einbezogenen Unternehmen wie der RAG stieg das Finanzergebnis im Periodenvergleich um 48,6 % auf 73,6 Mio. Euro. Belastend haben sich laut Unternehmensangaben höhere Zinsaufwendungen und niedrigere Zinserträge ausgewirkt. Samt Einbeziehung des leicht reduzierten Ertragssteueraufwands verbesserte sich das Ergebnis nach Ertragssteuern um 16,9 % auf 235,6 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Ergebnis sackte um 12,2 % auf 258,8 Mio. Euro ab, der Cash Flow aus dem operativen Bereich verzeichnete ein Minus von 77,7 Prozent und betrug 49,3 Mio. Euro nach 221,3 Mio. Euro im Halbjahr davor.

Die Mitarbeiterzahl ging im Vorjahresvergleich um 6,0 Prozent zurück, in Österreich stieg sie allerdings um 0,7 %. Insgesamt fanden im ersten Halbjahr 7.817 Menschen bei EVN Arbeit, davon 2.564 in Österreich.

Neben dem kalten Wetter wirkte sich eine leichte Erhöhung der Endkundenpreise in Südosteuropa positiv auf den Umsatz aus. Ein Umsatzrückgang wurde im Umweltgeschäft verzeichnet. Das EBIT wäre ohne der Wertminderung in der Höhe von 8,0 Mio. Euro für die Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr höher ausgefallen.

Insgesamt seien die europäischen Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom trotz des nach wie vor hohen Niveaus der Primärenergiepreise vor allem aufgrund eines höheren Beitrags erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung unter den Vorjahreswerten ausgefallen.(APA, 31.5.2012)

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