Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Haut besitzt ein Erinnerungsvermögen. Sonnenbrände vergisst sie nicht.
Weltweite Studien belegen den Zusammenhang zwischen Sonnenbränden in der Kindheit und Melanomen. Der Dermatologe Herbert Hönigsmann rät zu vornehmer Blässe.
Standard: Sonne ist gefährlich, mahnen Hautärzte. Gehen Sie eigentlich noch in die Sonne?
Hönigsmann: Ich bin kein Sonnenanbeter, und um ein bisschen Sonne geht es auch nicht. Wir warnen vor dem "Am Strand braten". Bräune als Schönheitsideal ist eine Torheit der Mode, als Arzt sollte man jedem zu vornehmer Blässe raten.
Standard: Einen Sonnenbrand am Anfang des Urlaubs finden die meisten aber immer noch ganz normal...
Hönigsmann: Bräune ist ein Zeichen für Hautschädigung, Sonnenbrand eine vorwiegend durch kurzwelliges UVB-Licht verursachte Verbrennung.
Standard: Die aber wieder vergeht ...
Hönigsmann: Ja, aber die Schädigung der DNA in den Hautzellen bleibt. Die Mitochondrien merken sich jede Dosis Sonne, die der Körper abbekommt, und das lebenslang. Je nach Hauttyp sind die Schäden dann irreparabel. Schäden, weißer oder schwarzer Hautkrebs die Folge. Es gibt weltweite Studien, die den Zusammenhang zwischen Sonnenbränden vor allem in der Kindheit und Jugend und Melanomen belegen. Deshalb sind Solarien für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.
Standard: Ist diese Gefahr durch Sonnencremen gebannt?
Hönigsmann: Wenigstens zu einem Teil. Die meisten Menschen tragen nur ein Drittel der Menge von Sonnencreme auf, die den auf der Verpackung versprochenen Schutz liefert. Insofern empfehlen wir hohe Lichtschutzfaktoren. Wer sich ungenügend mit einer Faktor- 50-Creme eincremt, kommt so zumindest vielleicht auf einen Faktor 15-Schutz. Für die Mittagssonne ist das immer noch zu wenig, auch wenn man unter dem Sonnenschirm liegt. Sand reflektiert ja die Strahlung.
Standard: Macht es Sinn, gegen Ende des Urlaubs auf einen geringeren UV-Schutz umzusteigen?
Hönigsmann: Nein, überhaupt nicht. Es geht ja immer darum, chronische UV-Schäden zu vermeiden. Wenn die Haut in der Sonne scheckig und fleckig wird, ist das ein deutliches Zeichen von Sonnenschäden. Es geht nicht immer nur um Hautkrebs, auch um Hautalterung.
Standard: Was halten Sie von Gerüchten, chemische Filter seien gesundheitsschädigend?
Hönigsmann: Diese Filter werden seit über 20 Jahren verwendet, es gibt keine Hinweis auf eine toxische Wirkung. Es ist viel gefährlicher, sich nicht einzucremen.
Standard: Was halten Sie von mineralischen Filtern?
Hönigsmann: Sie sind auch ein sehr guter Schutz, weil sie das Licht reflektieren. Oft bilden sie deshalb aber einen weißen Film auf der Haut. Die Texturen haben sich allerdings in den letzten Jahren stark verbessert. In vielen Cremen wird beides eingesetzt. Säuglinge und Kleinkinder sollten jedenfalls gar nicht in die Sonne, auch nicht, wenn sie eingeschmiert sind.
Standard: Was halten Sie von Infrarot-Schutz in Sonnencremen?
Hönigsmann: Es geht bei Infrarot um Wärme. Auch sie schädigt die Haut, das weiß man von Leuten, die viel mit dem Laptop am Schoß gearbeitet haben und braune Flecken an den Oberschenkeln bekamen. Inwieweit hier eine Creme gegen die Wärme helfen kann, ist mir unklar. Ich denke, das ist einstweilen ein Marketing-Gag.
Standard: Sollte die Tagescreme im Sommer UV-Filter enthalten?
Hönigsmann: Das hängt davon ab, wie lange man sich auf dem Weg zur Arbeit im Freien aufhält. UVA-Licht dringt auch durch die Fensterscheiben, bei langen Autofahrten kann das ein Thema sein. (Karin Pollack, DER STANDARD, 1.6.2012)
Herbert Hönigsmann ist ehemaliger Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Wien.
Mit provozierender Kampagne warnt die Deutsche Krebshilfe vor Hautkrebsgefahr durch UV-Licht in Solarien - Schwein Rosi geht's gut
Häufige Solarienbesuche erhöhen einer Studie zufolge das Hautkrebsrisiko um 20 Prozent, bei unter 35-Jährigen sogar um 40 Prozent
Die Schönheitsindustrie hat die Hände als Objekt zur Verjüngung entdeckt: Altersflecken entfernen und knochig gewordene Strukturen mit Fett aufpolstern - Was genau ist Lifting für die Hände?
Ergebnis internationaler Meta-Studie
In Maßen tut Sonne dem Körper gut. Wie sinnvoll ist es aber, den Organismus mit Tabletten auf UV-Strahlen vorzubereiten? Ein Überblick
3.500 Menschen erkranken europaweit an vermeidbaren Melanomen - 800 Todesfälle pro Jahr - Risiko lange unterschätzt
Zuviel UV-Strahlung ist krebserregend - Tägliche Aufenthalte im Freien erhalten den Vitamin-D-Spiegel aufrecht
Wie ß-Karotin vor UV-bedingten Sonnenschäden schützt.
Forscher haben Hinweise auf den Einfluss von Papillomaviren auf Hautkrebs gefunden - Sie setzen körpereigene Schutzmechanismen außer Gefecht
Chemische Lichtschutzfilter haben auf empfindlicher Kinderhaut nichts verloren
Bei einem Ausflug mit einem Kleinkind müssen Eltern vieles bedenken - Der richtige Sonnenschutz ist besonders wichtig
Aktion der Arbeiterkammer am Flughafen Linz - Guter Sonnenschutz muss nicht unbedingt teuer sein
Zu wenig ist nicht gut, zu viel auch nicht - Sonnenlicht sorgt für gesunde Knochen, schützt vor Krebs und verursacht ihn leider auch
Während UVB in unseren Breiten vielen ein Begriff ist, wissen viele nicht, was sich hinter der Bezeichnung "UVA" versteckt
Neue Empfehlungen der Vitamin-D-Versorgung: Alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland sollten zusätzliches Vitamin D3 erhalten
Speziell für Risikogruppen gilt: Regelmäßige Kontrollen beim Facharzt und täglicher UV-Schutz
Übermäßiger Sonnenkonsum ist ein wesentlicher Faktor für Hautkrebs
Der UV-Index zeigt an, wie hoch die UV-Strahlung der Sonne ist und gibt Hinweise für den richtigen Sonnenschutz
Italien führt Solarium-Verbot für Jugendliche und schwangere Frauen ein
Eine Sonnenbrille sollte nicht nur schön sein, sondern die Augen in erster Linie vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen
Die Kopfhaut gilt als Prädilektionsstelle für weißen Hautkrebs
Seit 1. September gilt ein Solarium-Verbot für Jugendliche unter 18 Jahren - Hotels, Fitnesscenter und Bräunungsstudios müssen genau kontrollieren, wer sich in die Röhre legt - Widrigenfalls wird gestraft
Ultraviolette Sonnenstrahlen besonders stark
krebserregende inhaltsstoffe in sonnencremes sind kein GERÜCHT, sondern leider realität!
der festgestellt hat, dass die Australier aufgrund der vielen Sonne und TROTZ des Hautkrebsrisikos zu den gesündesten Nationen des Planeten zählen, und zwar deswegen weil die positive Wirkung der Sonne die schädlichen Effekte bei weitem überwiegt. Das liegt zum einen am Vitamin D, wurde da geschrieben, aber natürlich auch daran, dass viel Sonne vor Depressionen und damit auch vor vielen Folgeerscheinungen davon schützt.
Vor dem "in der Sonne braten" mag medizinisch gerechtfertigt sein, aber solche extremistischen, pauschalierenden Ansichten wie "Bräune ist ein Zeichen für Hautschädigung" gehen zu weit. Man kann auch ohne Sonnenbrand braun werden, das ist eine schlichte, normale Anpassung an geänderte Lichtverhältnisse. Keine Krankheit.
sonnencremes werden außerdem immer nach "australischem standard" produziert.
menschen in unseren breiten bekommen dadurch zu wenig sonne = zu wenig vitamin D ab und leiden an einem mangel.
der mensch hat sich unter der sonne zu dem entwickelt, was er ist. die furcht vor der sonne ist erst gute 100 jahre alt und völlig ungerechtfertigt.
das ist ein wenig zu einseitig gedacht.
Jeder Mensch bräunt, wenn er sich in der Sonne bewegt (Gesicht, Arme, Hände). Das ist normal. Es geht aber darum, bei Bewegung im Freien einen aktiven Sonnenschutz durch UV-Kappe, Sonnenbrille (!) und wenn nötig auch Shirts mit UV-Schutz anzuwenden.
Wer in der Sonne "brät", braucht diese Schutzmaßnahmen unbedingt, und dazu eine Sonnencreme. - Natürlich kann Zinkoxyd in Sonnencremes schädigen (krebserregend) und sollte nicht angewandt werden - aber es gibt eben auch andere Cremes (Bioladen), die andere Filter verwenden und dennoch die gleichen Schutzfaktoren haben.
Wer sich in praller Sonne aufhält, sollte auf jeden Fall das erste Anzeichen von Unwohlsein beachten und sofort in den Schatten gehen.
"Thomas, Annika, Pippi - kommt ihr sofort aus der Sonne! Der Onkel Doktor hat gesagt, das ist gefährlich! Und dass ihr mir ja nicht bei den Bächen spielt! Ihr könntet ertrinken! Und wenn der Regen kommt, auf alle Fälle rein, es könnte euch ja der Blitz treffen. - Auch du, Heidi! Klettere nicht so viel an Felsen herum, du könntest dir den Knöchel verstauchen. Schau dir die gesunde, vornehme Blässe von Klara an, die den ganzen Tag im Rollstuhl sitzt! Die solltest du auch haben! Oder willst du so ein braunes Gesicht haben wie unser Kartoffelbauer?! Der Doktor hat gesagt, das ist ungesund. Hände in den Schoss, wenn ich mit dir rede, damit du dich nicht wo anhaust! Und am besten den ganzen Tag zuhause vorm Fernseher hocken!"
Es kommt, wie bei allem, auf die Dosis an.
Und ich braeune mich lieber beim Surfen, Volleyball spielen oder laufen am Strand und gehe das Risiko ein als dass ich mich 11,5 Monate im Jahr drinnen verstecke, leichenblass bin und ohne Hautkrebs dafuer mit Herzinfarkt mit 50 eingebuddelt werde...
Das was manche Dermatologen betreiben ist Panikmache, mehr nicht.
ja das steht schon in der Bibel, dass einigen die Sonne nicht gut tun wird
8 Und der vierte Engel goß aus seine Schale in die Sonne, und ihm ward gegeben, den Menschen heiß zu machen mit Feuer. 9 Und den Menschen ward heiß von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben.
Sskm
Weder noch. Er hat schon Recht, "Sonnenbraten" ist Wahnsinn, aber "vornehme Blässe" ist auf Dauer ebenso ungesund. Vitamin D ist essenziell, der Mangel daran in Europa weitverbreitet. 20-30 Minuten Sonne pro Tag würden das beheben.
Sonnencremes BLOCKIEREN die Vitamin-D-Aufnahme.
Mal ehrlich: Der ganze Planet sieht die Sonne als Lebensspender, bloß uns wird sie als todbringendes Monster verkauft? Da kann doch was nicht stimmen.
Wenn ich von Österreich aus, wo ich mich 10 Monate lang in einem Büro verstecke (->"vornehme Blässe"!!!), nach Tunesien fliege und dort drei Stunden in der Mittagshitze grille, darf ich mich allerdings nicht wundern, wenn der Dermatologe keine Freude hat.
Jeden Tag ein wenig Sonne.
OHNE Sonnencreme.
Die Vitamin D Aufnahme wird nicht von einem Sunblock gehemmt. Allenfalls wird die Syntheserate gesenkt. Da kann man aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit nachhelfen. Solch ein Mangel betrifft aber in aller Regel nur Arbeiter unter Tag oder Menschen mit einer "Sonnenallergie".
Prinzipiell gilt halt: Allein die Dosis macht das Gift. Man sollte es halt weder in die eine, noch in die andere Richtung übertreiben.
Ach, was reden Sie da - was wäre Ihre Welt ohne Leute wie mich, denen Sie unreflektierten Stumpfsinn vorwerfen könnten? ;-)
Aber vielleicht haben Sie ja Recht. Es gibt eben auch andere Meinungen dazu. Außerdem ist Sonnencreme ganz abgesehen davon voll von diversen Giftstoffen.
Klar macht die Dosis das Gift. Das ist ja die Krux. Wir führen uns täglich über x Dinge kleine Dosen von Gift zu, die er in den Mengen nicht abbauen kann.
Und so sind all die Stoffe, die in der Zahncreme, im Deo etc. enthalten sind, Ihrem Verständnis nach vielleicht keine "Gifte".
Ich seh das halt anders. Und ich bin nicht alleine.
Krankheit (oder auch nur eine "Mangelerscheinung", was ja ein Vorbote davon ist) ist nicht "normal". Auch im Alter nicht.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.