Peru: Proteste gegen Kupfermine

30. Mai 2012, 19:02
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Demonstranten fordern mehr Geld und Umweltschutz

Puebla - Nach gewaltsamen Ausschreitungen gegen die Schweizer Bergbaufirma Xstrata hat die peruanische Regierung den Ausnahmezustand verhängt. Wie Präsident Ollanta Humala mitteilte, wird in der Provinz Espinar im Süden des Landes für 30 Tage die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Außerdem autorisierte er die Streitkräfte, die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.

2 Tote und 50 Verletzte

In den vergangenen Tagen war es zu immer heftigeren Protesten gegen Xstrata gekommen, die in der Provinz die Kupfermine Tintaya betreibt. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, 50 wurden verletzt. Demonstranten blockierten am Montag die Zufahrtswege zum Unternehmen und versuchten, die Anlage einzunehmen. Ministerpräsident Oscar Valdés erklärte, es handle sich um Extremisten, die den Staat bedrohten.

Die Demonstranten beklagen, der Konzern verschmutze die umliegenden Flüsse, und fordern, dass er mehr Steuern an die Regionalregierung bezahlt, damit auch die verarmten Dörfer der Umgegend vom Bergbau profitieren. Dem Firmensprecher zufolge respektiert Xstrata sämtliche Umweltauflagen und zahlt die gesetzlich vorgesehenen Einkommensteuern und Royalties - Sonderabgaben für Bergbaukonzerne - sowie eine freiwillige Sonderabgabe von drei Prozent des Gewinns an die Regionalregierung. (wss, DER STANDARD, 31.5.2012)

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