oe24.at-Liveticker: Drei Beschwerden bei Presserat

30. Mai 2012, 17:04
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"ZiB"-Chefredakteur weist Kritik an Bildern von Begräbnis zurück: "Zurückhaltend und pietätvoll"

Wien - Beim Presserat trafen bis Mittwoch drei Beschwerden von Lesern gegen den Liveticker von oe24.at vom Begräbnis jenes Buben ein, den sein Vater in den Kopf geschossen hatte. Sie werden laut Alexander Warzilek, Geschäftsführer des Presserats, einem der beiden Senate zur Behandlung vorgelegt.

Der Senat kann sich bei dem Thema auch von sich aus mit unverpixelten Porträts des Buben und Bildern von Grab und Sarg etwa in "Österreich" und "Krone" beschäftigen.

Auch die "Zeit im Bild" des ORF zeigte Aufnahmen vom Begräbnis und vom Sarg. ORF-TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher sagt dazu: "Der ORF hat über das Begräbnis ausschließlich in Form eines kurzen Beitrags berichtet, in dem es hauptsächlich um nunmehr geplante Änderungen im strafrechtlichen Bereich ging. Die Bilder des Begräbnisses haben sich auf wenige, kurze und total gehaltene Einstellungen beschränkt, so zurückhaltend und pietätvoll, wie das ein solcher Anlass gebietet. Im Übrigen wurde im Vorfeld mit der Verwandtschaft des ermordeten Buben die entsprechende Dreherlaubnis eingeholt."

Werbekunden wie Microsoft und bet-at-home setzten wie berichtet wegen des Livetickers ihre Werbung auf oe24.at aus. Die Onlineplattform entschuldigte sich danach bei ihren Lesern für den Ticker. (fid, DER STANDARD, 31.5.2012)

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