Reininghausgründe stürzen Stadtregierung

Grüne wollten Bürgerbefragung nicht mittragen, Bürgermeister Nagl will diese nun mithilfe der SPÖ über die Bühne bringen

Vor zwei Wochen berichteten wir über eine geplante Bürgerbefragung in Graz, die klären sollte, ob die Stadt die seit Jahren politisch umkämpften ehemaligen Reininghausgründe selbst entwickeln sollte, oder nicht. Von 22. Juni bis 1. Juli hätte diese Befragung stattfinden sollen - hätte, denn ob sie tatsächlich kommt, ist ungewiss. Am Mittwoch stolperte die ganze schwarz-grüne Stadtregierung über diese Streitfrage. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) kündigte die Koalition mit den Grünen, die die Befragung offenbar nicht mittragen wollten.

Laut "Kleiner Zeitung" will Nagl nun die Befragung mit Hilfe der Grazer SPÖ über die Bühne bringen. Die Eckdaten zu den Reininghausgründen lauten wie folgt: 52 Hektar Grund, 75 Millionen Euro Kaufpreis. Entstehen soll dort laut Plänen ein neuer ökologischer Stadtteil für bis zu 12.000 Menschen. (red)

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