Chinas Banken bauen Risiken in Europa ab

30. Mai 2012, 12:33
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Staatliche Geldinstitute sowie Bank of China reduzierten Geschäfte mit Societe Generale, BNP Paribas, Ceédit Agricole und UBS

New York - Chinesische Großbanken haben laut einem Pressebericht ihr Geschäft mit Kreditinstituten in Europa zurückgefahren. Die Chinesen wollten angesichts der Schuldenkrise in der Eurozone ihre Risiken in der Region abbauen, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf informierte Kreise. Staatliche Banken wie die Industrial & Commercial Bank of China, die Bank of Communications und die Bank of China hätten ihre Geschäfte mit den französischen Geldhäusern Societe Generale, BNP Paribas und Credit Agricole reduziert. In mindestens einem Fall sei auch die Schweizer UBS betroffen.

Der Rückzug der chinesischen Banken ist laut "Wall Street Journal" schon Ende 2011 und Anfang 2012 erfolgt. Dies habe allerdings keine nennenswerten Auswirkungen auf die Finanzierung und den Handel der europäischen Institute, sagten Branchenkenner. Dazu sei die Bedeutung chinesischer Banken an den weltweiten Finanzmärkten und dem Handel mit Finanzderivaten noch zu gering. Während die chinesische Regierung Europa Unterstützung in der Krise zugesagt habe, seien börsennotierte Banken ihren Aktionären verantwortlich, sagte Analyst Zhao Qingming von der China Construction Bank. (APA, 30.5.2012)

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