Heimische Industrie verliert an Schwung

30. Mai 2012, 11:15
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Die Bank Austria kappt ihre Wachstumsprognose für 2013 von 2,0 auf 1,5 Prozent, für heuer wird ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet

Wien - Die heimische Industrie wächst zwar noch, verliert aber "erkennbar" an Schwung und befindet sich "nahe einer Stagnation", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bank Austria EinkaufsManagerIndex für Mai. Zum dritten Mal in Folge ist der Index zurückgegangen und liegt mit 50,2 Punkten nur mehr knapp über der Wachstumsschwelle. Zwar sind im ersten Quartal noch um 1,7 Prozent mehr Jobs entstanden, aber die Nachfrage aus dem Ausland geht zurück. In Summe wird das Wirtschaftswachstum heuer weiter mit 0,8 Prozent angenommen, für 2013 aber von 2,0 Prozent auf 1,5 Prozent verringert.

Größtes Problem ist der Rückgang der Nachfrage, insbesondere aus dem Ausland. Die Neuaufträge seien ebenso zurückgegangen wie die Auftragspolster, auch Lager werden reduziert, so Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Dabei ist die Produktionsleistung noch gestiegen. Seit fünf Monaten werde regelmäßig die Produktion gesteigert, sagt Bank-Austria-Volkswirt Walter Pudschedl. Im ersten Jahresdrittel 2012 waren in der Sachgütererzeugung fast 10.000 mehr Menschen beschäftigt, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das entspricht einem Anstieg um 1,7 Prozent. Allerdings dürfte sich der Anstieg nicht fortsetzen. (APA, 30.5.2012)

  • Weniger Schwung für die österreichische Industrie.
    foto: epa/bodo marks

    Weniger Schwung für die österreichische Industrie.

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