Teufelberger investiert weiter kräftig

30. Mai 2012, 11:12
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Umsatz 2011 um zehn Prozent auf 157 Millionen Euro gesteigert

Wels - Der oberösterreichische Seileproduzent Teufelberger mit Sitz in Wels investiert heuer 15 Mio. Euro in neue Technik und Anlagen. 2011 erwirtschaftete das Unternehmen, dessen Seile unter anderem 2010 bei der Bergung von 33 verschütteten chilenischen Bergleuten eingesetzt wurden, einen Umsatz von 157 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Heuer peilt das Management 175 Mio. Euro an, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN).

Großteils in Österreich investiert

Investiert wird unter anderem in neue Labor- und Prüfeinrichtungen, großteils in Österreich. Denn um den Technologievorsprung zu halten, müsse man schneller sein als die anderen, so der der geschäftsführende Gesellschafter Florian Teufelberger im Zeitungsinterview. "Bisher mussten wir Kapazitäten auf den Großanlagen freimachen, um neue Entwicklungen zu testen. Mit den neuen Kleinanlagen werden wir schneller, was unsere Neuentwicklungen betrifft." Damit will er die immer stärker werdende Konkurrenz aus Asien - vor allem aus Südkorea - auf Abstand halten. Bei einem Eigenkapital-Anteil von 53 Prozent sei man in der Lage, das Vorhaben "aus dem Stand zu finanzieren".

Höhere Preise realisiert

Die drei Geschäftsbereiche Faserseile, Stahlseile und Umreifungsbänder trugen 2011 je ein Drittel zum Umsatz bei. Das Plus bei den Erlösen sei zu einem Drittel auf höhere Preise zurückzuführen, rechnete Teufelberger vor, zum größeren Teil aber auf zusätzliche Aufträge. 2013 soll es in dem neuen Geschäftsfeld der Teilefertigung aus Karbonfasern erste Kleinserien und damit auch Umsätze geben. 70 Prozent seines Geschäfts macht Teufelberger in Europa, der Asien-Anteil liegt derzeit bei einem Zehntel, soll aber "so schnell wie möglich" auf 20 Prozent gesteigert werden. Weltweit beschäftigt Teufelberger rund 720 Mitarbeiter, über 400 davon arbeiten an den beiden Standorten in Wels. Weitere Werke gibt es in St. Aegyd (Bezirk Lilienfeld) in Niederösterreich, in Tschechien sowie den USA. (APA, 30.5.2012)

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