Warum Kinder auf Rotaviren empfindlicher reagieren

30. Mai 2012, 11:28

Forscher sind dem Phänomen auf der Spur, warum Kinder gegenüber dem Durchfall-Erreger Rotavirus besonders anfällig sind

Hannover - Kinder unter fünf Jahren sind gegenüber Durchfall-verursachenden Rotaviren empfindlicher als ältere Menschen. Warum eine Infektion mit diesen Viren vom Alter abhängt, haben nun Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) herausgefunden: Die Darmschleimhaut produziert nach der Geburt nur sehr wenig Toll-like Rezeptor (TLR) 3 - eine Struktur des sogenannten angeborenen Immunsystems, die das Virus-Genom erkennt und die Immunabwehr stimuliert. Bei Älteren gibt es hingegen mehr TLR3. Wahrscheinlich kann sich der erwachsene Körper deshalb besser gegen die Infektion wehren. Das Team um Mathias Hornef vom MHH-Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene veröffentlichte die Forschungsergebnisse online im Journal PLoS Pathogens.

Häufiger Erreger für Durchfallerkrankungen

Rotaviren werden von Erkrankten mit dem Stuhl ausgeschieden und durch die Aufnahme in den Mund übertragen. Sie infizieren die Epithelzellen des Dünndarms und verursachen oft schwere, mehrere Tage andauernde Durchfälle. Diese Viren stellen weltweit einen der häufigsten Erreger der infektiösen Durchfallerkrankung bei Kleinkindern dar. Bei schlechter medizinischer Versorgung wie zum Beispiel in Entwicklungsländern tragen sie erheblich zur Kindersterblichkeit bei: Jährlich sterben mehr als 500.000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die durch Rotaviren ausgelöst wurden. Aber auch in Deutschland stellen Rotaviren bei Kleinkindern ein sehr häufiges medizinisches Problem dar.

Normalerweise wehrt sich der Körper effizient gegen das Virus: Es erkennt das RNA-Genom des Rotavirus und bekämpft es rasch. Notwendig für diese Reaktion ist die Erkennung des Virus durch Immunrezeptoren wie zum Beispiel dem TLR3.  Im Mausmodell wurde in der Darmschleimaut  deutlich mehr TLR3 gefunden als bei Jungtieren. "Auch bei Rotavirus-empfindlichen Kindern unter fünf Jahren fanden wir weniger TLR3 in der Darmschleimhaut als bei älteren Menschen. Dies könnte damit zur besonderen Empfindlichkeit in dieser Altersgruppe beitragen", so Hornef. (red, derStandard.at, 30.5.2012)

Sie lasen eine Werbeeinschaltung von Merck und GlaxoSmithKline ...

Bei Rotarix (Glaxo) kann man sich wunderbar Bronchitiden und Pneumonien (http://www.fda.gov/ohrms/doc... b1-03.htm) bzw. das sogn. Kawasaki-Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Kawa... i-Syndrom) reinziehen und bei RotaTeq (Merck) gibts bei Kindern mit nicht diagnostizierter SCID-Erkrankung (wird üblicherweise erst im späteren Alter diagnostiziert) schwere Diarrhöe mit Dehydrierung (New England Journal of Medicine, 2010; 362: 314-319).

Alles in Allem - spannende Nächte sind garantiert.

So viel Ignoranz muss Absicht sein.

"A causal relationship between RotaTeq® and KD has not been established" - FDA

"When pooled, the number of deaths due to pneumonia disease was not significantly different between groups" - FDA

Am lachhaftesten ist jedoch Ihre Behauptung, SCID würde erst "im späteren Alter diagnostiziert". Die Krankheit ist im österreichischen NEUGEBORENENscreening erfasst - wie viel früher wollen Sie's denn noch?

Nun - das Kawasaki-Syndrom-Risiko liegt bei 1:9000. Und ohne Vermerk auf diese schwere Nebenwirkung auf dem Beipackzettel hätte die FDA dieses Medikament nie zugelassen. Aber kausal dürfte bei euch Pharmapriestern nur der Zusammenhang zwischen euch und Geld sein! Schäden oder Negativa stehen selbstverständlich NIE in kausalen Zusammenhang mit euren Produkten. Logisch...

Zwingende Argumente, muss man schon anmerken. Jeder, der Ihre Meinung also als unqualifiziert abstempelt, ist ein geldgeiler Pharmapriester. Damit kommt man sicher leicht durchs Leben, oder?

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