Anonymer "Stresstest" für KMU nun online

Internetwerkzeug zur kostenlosen Überprüfung der wirtschaftlichen Situation und möglicher Szenarien. Für Einnahmen-Ausgaben-Rechner

Wien - Statusbericht - Stresstest - Abschlussbericht: Will man als Chef eines KMU oder Ein-Personen-Unternehmens (EPU) anonym eine betriebswirtschaftliche Diagnose der Betriebssituation erstellen, dann ist das seit Mittwoch auf der Internetseite http://www.kmu-stresstest.atmöglich. Die Wirtschaftskammer Wien und die Erste Bank haben mit dem Wirtschaftsministerium den neuen Online-KMU-Stresstest entwickelt, der Betrieben entscheidende Infos über die individuelle betriebswirtschaftliche Situation und mögliche Szenarien geben soll - um leichter an Kredite zu gelangen.

Rechnermodell für Einnahmen und Ausgaben

"Den heimischen Banken geht es darum, dass die KMU-Betriebe ausführliche Bilanzen, durchdachte Finanzpläne und betriebswirtschaftliche Risikoszenarien bei allfälligen Kreditanfragen vorlegen können", erklärte Erste Bank-Vorstandsmitglied Peter Bosek in einer Aussendung. "Ohne Schuldenplan oder schlüssiges Geschäftskonzept wird es Überbrückungs- oder Investitionskredite für viele Unternehmer nicht mehr geben", meinte Brigitte Jank, Präsidentin der WK Wien. Deswegen sei das Internetwerkzeug entwickelt worden.

Die Seite ist als Rechnermodell für Einnahmen und Ausgaben konzipiert. Nach kurzer Einleitung gibt der Unternehmer anonymisiert betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie Umsatz, Wareneinsatz, Personal-, Betriebs- und Finanzierungskosten ein. Das Programm erstellt dann die betriebswirtschaftliche Diagnose.

Im zweiten Schritt werden verschiedene wirtschaftlich relevante Situationen wie etwa höhere Kreditraten oder Umsatzrückgänge simuliert, um ein realistisches Bild möglicher Szenarien zu zeichnen. Der Abschlussbericht umfasst hernach Handlungsvorschläge und verweist auf die Unterstützung bei der Realisierung bei Verbesserungsmaßnahmen. Schließlich können "Absolventen" des Stresstests beim WIFI Wien eine geförderte Unternehmensberatung beanspruchen. (APA, 30.5.2012)

Share if you care