Eine Herzpumpe aus dem 3D-Drucker

30. Mai 2012, 11:05
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Wiener Unternehmen entwickelt Verfahren zum "drucken" mit keramischen Materialien

Forschern an der Technischen Univeristät (TU) Wien und der Medizinischen Universität (MU) Wien ist es gelungen eine keramische Herzpumpe mittels 3D-Druckverfahren (Rapid Prototyping) herzustellen. Das Wiener Unternehmen Lithoz, ein Spin-Off der TU hat das Verfahren entwickelt, mit dem es nun möglich ist, Herzpumpen noch weiter zu miniaturisieren als bisher. 

Rapid Prototyping

Beim Rapid Prototyping werden formbare Materialien Schicht für Schicht aufeinander aufgetragen und durch Belichtung ausgehärtet. So können selbst hochkomplexe, dreidimensionale Produkte "gedruckt" werden. Bisher konnten nur Kunststoffe oder Metalle verarbeitet werden. Keramische Materialien boten eine zu geringe Festigkeit. Lithoz ist es nun gelungen, "gleiche Festigkeitswerte wie bei anderen keramischen Formgebungsmethoden zu erreichen", sagte Johannes Homa, Mitbegründer von Lithoz.

Großes Marktpotential

Das Unternehmen hat fünf Patentanträge eingebracht. Das Verfahren ist inzwischen marktreif. Der Markt für technische Keramiken ist ein stark wachsender. Bereits seit Jahren wird ein weltweiter Umsatz in Milliardenhöhe erzielt. Daher soll der Markteintritt von Lithoz möglichst schnell vollzogen werden. (red, derStandard.at, 30.05.2012)

  • Ein Turbinenblatt aus Keramik ist ebenso mit dem Verfahren von Lithoz möglich, wie ein Herzpumpe.
    foto: lithoz

    Ein Turbinenblatt aus Keramik ist ebenso mit dem Verfahren von Lithoz möglich, wie ein Herzpumpe.

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