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Im Englischen ist man - wie in so vielen anderen Begriffen - auch beim Erröten genauer. Da unterscheidet man zwischen "blush" und "flush": Während "flush" das Rotwerden des Gesichts bei Ärger oder Wut, bei Einnahme von Chili oder anderen Substanzen beschreibt, geht es bei "blush" um eine körperliche Begleiterscheinung, die im Normalfall etwas mit leichter Verlegenheit oder Scham zu tun hat.
Um die zweite Kategorie geht es in der neuen Studie, die Amanda Hahn und ihre Mitarbeiter von der University of St. Andrews (Schottland) durchführten, um dem Sinn und Zweck des emotionalen Errötens auf die Spur zu kommen. Sie baten 16 Frauen zu einem Experiment, bei dem der Versuchsleiter diese zunächst eine Reihe von Bildern betrachten ließ. Doch das war nur ein Trick. Unter dem Vorwand, ihre Hautfarbe mit einem kleinen Gerät bestimmen zu wollen, berührte der Forscher die Versuchsperson nämlich scheinbar zufällig, entweder am Arm, den Handflächen, dem Brustkorb oder im Gesicht.
Hahn und ihre Kollegen wollten in Wahrheit nämlich herausfinden, was die leichten Berührungen bewirken: Eine Wärmebildkamera zeichnete unbemerkt die Hauttemperatur der Probandinnen im Gesicht auf. Die Forscher führten dieses Experiment bei jeder Probandin einmal mit einem männlichen und einmal mit einem weiblichen Versuchsleiter durch.
Temperaturanstieg um 0,1 Grad
Es zeigte sich, dass vor allem bei Berührungen im Gesicht und am Brustkorb die Temperatur im Gesicht anstieg, und zwar durchschnittlich um 0,1 Grad Celsius. Die Erwärmung war stärker, wenn ein Mann das Experiment leitete. In einem zweiten Teil des Experiments fanden die schottischen Wissenschafter heraus, dass die Temperatur in den Frauengesichtern vor allem um Augen, Nase und Mund herum ansteigt.
Noch sei zwar unklar, ob die Erwärmung vom Gegenüber und von der Person selbst bewusst wahrgenommen werde, schreiben Hahn und Kollegen in den Biology Letters der Royal Society. Wahrscheinlich diene eine derartige Temperatur- und leichte Teintveränderung als soziales Signal, das die Attraktivität erhöhe oder das Verhalten beeinflusse.
Wie Männer in einer vergleichbaren Situation reagieren, haben die Wissenschafter nicht untersucht. (tasch/APA, DER STANDARD, 30.5.2012)
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ich mag die Artikelbilderauswahl im Wissenschaftsteil, wenns kein Bild gibt, das zum Artikel gehört. Da können sich die anderen Ressorts was abschneiden mit ihren immer gleichen Symbolbildern.. Ohne den Wissenschaftsteil könnte man meinen, der onlinestandard verfügt nur über gut 100 Bilder.
hier versuchen sich psychologInnen an der sogenannten evolutionspsychologie. ein zweig der psychologie der sich an der biologie versucht und dabei aber psychologische werkzeuge benutzt - nämlich unfragen. damit kann ich aber keine evolutionärbiologischen erkenntnisse schaffen. vor allem, weil die umfragen wie üblich an den psychologischen fakultäten ablaufen: zettel wird ausgehangen und es werden die untersucht die sich melden: vorwiegend weisse, männliche studenten. das ist statistischer unsinn.
hier kritik von einem biologen an der evolutionären psychologie: http://www.scilogs.de/wblogs/bl... -zu-retten
Lesen Sie sich den Text oder das paper bitte mal durch ... hierbei handelt es sich um ein Experiment mit Manipulation und peripherphysiologischen Maßen, also nicht um eine Umfrage!
An Psychologischen Fakultäten findet man übrigends vorwiegend weiße weibliche (und nicht männliche) Studenten ... Und da haben Sie auch Recht dass das im Prinzip ein Problem darstellen kann, allerdings werden in den meisten Untersuchungen beide Geschlechter untersucht. Und bei den meisten Basisphänomenen reicht das auch völlig aus (was nicht heißen soll dass man die gewonnenen Erkenntnisse nicht auch mit bevölkerungsrepräsentativen Stichproben replizieren sollte).
die ihre theorien zuvor erstellt und dann mittels umfragen an weisse, meits männliche studenten überprüfen lasst. das nennt maqn statistsiche grausamkeit.
Inwiefern das Thema eine Medizinerin erwarten lässt ist mir unklar (es handelt sich schließlich nicht um ein klinisches Thema) ... und warum man eine Biologin mehr als eine Psychologin erwarten würde ist mir auch schleierhaft - hierbei handelt es sich um eine typische Fragestellung für beide Disziplinen.
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