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Wien - Krebspatienten sollen künftig die Möglichkeit einer speziellen Rehabilitation bekommen. Manfred Felix, der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), hat am Dienstag im Ö1-Morgenjournal angekündigt, dass bis 2015 österreichweit in sechs Einrichtungen 700 Betten zur Verfügung stehen sollen, die auf die Bedürfnisse von Onkologiepatienten zugeschnitten sind.
"Menschen mit Krebserkrankungen sind bisher größtenteils nur organbezogen behandelt worden", sagte Felix. Eine onkologische Rehabilitation umfasse neben dem körperlichen Aufbau aber unter anderem auch psychologische Betreuung. Denn die Menschen hätten nach ihrer Erkrankung natürlich auch mit vielen Ängsten zu kämpfen, betonte Felix.
In Österreich erkranken jedes Jahr rund 35.000 Menschen an Krebs. Mit den 700 Spezial-Plätzen könnten bei einem durchschnittlichen Reha-Aufenthalt von drei Wochen jährlich 11.000 Patienten betreut werden, rechnete der PVA-Obmann vor.
Umfassende Betreuung
"Nach einer Krebserkrankung müssen die Menschen wieder aufgepäppelt werden", sagt Richard Crevenna , der im Wiener AKH die Ambulanz für onkologische Rehabilitation leitet. Viele Patienten seien körperlich sehr schwach und müssten ihre Kraft und Ausdauer ebenso trainieren wie die motorischen Fertigkeiten - das wiederum erfordere auch eine spezielle Ernährung. Dazu komme noch die psychoonkologische Betreuung. " Der Grundstein für eine dauerhafte Umstellung des Lebensstils kann mit einer stationären Reha sicher sehr gut gelegt werden", betont Crevenna. Im AKH selbst gibt es rund vier Plätze für die ambulante Reha von Krebspatienten. "Für eine Alleinerzieherin mit drei Kindern ist es sicher schwer, sich für drei Wochen freizumachen", sagt Crevenna. "Aber es ist sehr gut, dass der extramurale Bereich nun ausgebaut werden soll."
Derzeit 230 Betten
Derzeit gibt es in Österreich rund 230 Reha-Betten für Onkologiepatienten. "Es ist wichtig, dass die Menschen wieder am gesellschaftlichen, aber auch am Berufsleben teilhaben können", sagt Rudolf Müller, Chefarzt der PVA. Der beste Zeitpunkt für eine Rehabilitation sei, wenn die Therapie des ursprünglichen Tumors abgeschlossen sei. Müller: "Aber es gibt auch etwa bei Brustkrebs Erhaltungstherapien, wo begleitend ein Reha-Aufenthalt möglich ist."
Woran es in Österreich noch immer mangelt, sind spezielle Reha-Angebote für Kinder - doch auch hier soll es nun Fortschritte geben. "Zuständig für Kinderrehabilitation sind die Krankenversicherungsträger, die Erfahrung mit Rehabilitation hat die PVA, und gemeinsam wollen wir in den nächsten Monaten fertige Projekte entwickeln und diese dann auch umsetzen", sagt Felix. (Bettina Fernsebner-Kokert, DER STANDARD, 30.5.2012)
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man darf nicht vergessen, daß bei einer Krebserkrankung auch die Familie leidet (Angst vom Verlust, Anspannung, Stress, Mitleid, Depression...) in drei Wochen kann man neue Kraft schöpfen... der Patient sollte sich aber frei entscheiden können...
Da redet man seit Jahrzehnten darüber, dass das österreichische Gesundheitssystem über zu viele Krankenhausbetten verfügt und jetzt will gerade die PV wieder neue bauen.
Dabei wäre gerade die Krebs-Reha ein Musterbeispiel dafür, wie man so etwas auch ambulant, integriert in das unmittelbare Lebensumfeld, und somit gerade in Bezug auf die RE-Integration wesentlich günstiger und effizienter, anbieten könnte.
Österreichische "Gesundheits"planer können offenbar nur in Betten denken, weil sie nur die Interessen der Spitalslobby vertreten. Das wird uns noch sehr, sehr viel Geld und genauso viel Gesundheit kosten.
österreich hat zu viele akutbetten, aber zu wenig rehab-plätze und vor allem viel zu wenig plätze im bereich pflege.
als schieder vor etwa einem jahr die umwandlung von akutbetten in pflegeplätze und rehabplätze vorschlug, brach der nationale unmut über ihm zusammen.
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