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Es galt als eines der größten Geheimnisse der aktuellen tschechischen Innenpolitik: Wird der im März 2013 abtretende Staatspräsident Václav Klaus vor der ersten Direktwahl des Staatsoberhauptes einen Bewerber offen unterstützen? Um die Gunst von Klaus, dessen Beliebtheitswerte konstant hoch sind, buhlten mehrere Kandidaten, vornehmlich aus der nationalen, europakritischen Ecke.
Wie sich zeigte, ist Klaus immer noch für Überraschungen gut. So unterstützte er Anfang dieser Woche in einem Interview mit der Zeitung Mladá fronta Dnes ausgerechnet seinen größten politischen Widersacher aus früheren Zeiten, den einstigen sozialdemokratischen Premier Milos Zeman.
Klaus und Zeman - der eine rechtsliberaler Bürgerdemokrat, der andere Sozialdemokrat - bestimmten mit ihrer ständigen Auseinandersetzung das politische Geschehen Tschechiens in den 1990er-Jahren. Dennoch waren beide Pragmatiker genug, um 1998 eine Art Tolerierungsabkommen, den sogenannten Oppositionsvertrag, zu schließen, in dessen Folge ihre damaligen Parteien kurz davor standen, das ganze Land untereinander aufzuteilen.
Journalisten werden als Feinde gesehen
Klaus wie Zeman haben ihren Parteien vor geraumer Zeit den Rücken gekehrt. Auch so ist wohl zu erklären, dass sie sich in ihren Standpunkten kaum unterscheiden: Menschenrechte und Umweltschutz sind für sie weniger wichtig als die Sicherung heimischer Arbeitsplätze. Journalisten werden oft als Feinde gesehen.
In einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage rangiert Zeman mit etwas mehr als acht Prozent unter allen bisher bekannten Präsidentschaftskandidaten an vierter Stelle. Demnach würde er in der ersten Runde fast das gleiche Ergebnis erreichen wie der drittplatzierte Außenminister Karel Schwarzenberg von der konservativ-liberalen Top09.
In den Umfragen, die allerdings mit Vorsicht zu betrachten sind, führen zwei Kandidaten, die als unabhängige Bewerber ins Rennen gehen wollen: der frühere Kurzzeitpremier Jan Fischer, der heute einer der Vizepräsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ist, und der tschechisch-amerikanische Wirtschaftsprofessor Jan Svejnar. (Robert Schuster, DER STANDARD, 30.5.2012)
Bei seinem Antrittsbesuch in Wien streute der neue tschechische Präsident Milos Zeman den Gastgebern Rosen und kommentierte auf gewohnt launige Art die Tatsache, dass Kanzler Faymann ihm einen Korb gibt.
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Unter seiner Ägide ist Tschechien zum korruptesten Staat Europas verkommen und der notorische Dieb und Alleswisser paktiert - wenn erforderlich - gerne auch mit den Kommunisten.
http://www.youtube.com/watch?v=b... ature=fvst
http://www.youtube.com/watch?v=STYGULGYakg
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