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Mit dem Team EBV war Dieter Bogner zweimal in der Schweiz erfolgreich: Entwurf für die Erweiterung des Museums in Chur.

Museum in Lausanne.

Fachmann für Museen: Dieter Bogner.
In der Schweiz gewann er zusammen mit EBV zwei Wettbewerbe.
Wien - Dieter Bogner wird im September 70. Dies hält den Kunsthistoriker, der vor zwei Jahrzehnten das Wiener Museumsquartier als Areal mit vielfältigem Angebot konzipierte, aber nicht davon ab, mehr denn je zu arbeiten. Zusammen mit Katharina Knoll, Geschäftsführerin von Bogner Cultural Consulting, betreut er u. a. die Neuorganisation des Landesmuseums Tirol samt Ferdinandeum und die Neuaufstellung der Naturkunde am Joanneum in Graz.
Auch in das ehrgeizigste Projekt gegenwärtig, die Wiedereröffnung der Kunstkammer, ist Bogner als Fachmann für Museumsdidaktik involviert. Es werde mehrere Erzählstränge geben (entlang der zentralen Objekte bzw. der Sammlungsgeschichte), aber genauer will er sich nicht äußern. Schließlich soll es Sabine Haag, der Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, vorbehalten sein, das Konzept darzulegen - und dies wird sie bei einer Pressekonferenz am 15. Juni tun.
Höchst auskunftsfreudig wird Bogner aber, wenn er von seinen Aufträgen im Ausland erzählt. In Bodbe (Georgien), nahe Signagi, zum Beispiel entwickelt er ein privates Museum für das georgische Christentum. Die Schwierigkeit dabei: Das Gebäude - auf einem Hügel mit Blick zum Kaukasus - steht bereits im Rohbau. Jetzt geht es darum, es sinnvoll zu befüllen.
Oder: Bogner erarbeitet im Auftrag der sibirischen Stadt Tjumen (Russland) ein neues Raum- und Funktionsprogramm für das Ivan-Slovtsov-Museum. Das monströse Gebäude, antiquiert postmodern in seinen Ausformungen, ist schon seit Jahren in Bau; nun endlich soll es auch eröffnet werden.
Vor ein paar Wochen erst gewann Bogner zusammen mit dem jungen Architektenteam EBV (Estudio Barozzi Veiga) aus Barcelona den ersten Preis für die Erweiterung des Bündner Kunstmuseums in Chur. Der geplante Neubau, so die Begründung der Jury, befinde sich in angenehmer Distanz zum Hauptgebäude, der Villa Planta, und dem Verwaltungsgebäude der Rhätischen Bahn: Es entstünde eine "raffinierte Ensemblewirkung". Aus betrieblicher Sicht besteche das Projekt durch sein klares Funktionsschema: Eine einfache Wegführung leite die Besucher vom Foyer in die Bereiche für die Sammlung und die Wechselausstellungen. Baubeginn soll im Oktober 2013 sein, die Investitionskosten betragen 28,5 Millionen Franken (23,7 Millionen Euro).
Ein paar Monate zuvor, im Spätherbst 2011, war Bogner mit dem Team EBV auch in Lausanne erfolgreich. Es geht um einen Neubau für das Musée Cantonal des Beaux-Arts nächst dem Bahnhof. Die anderen Architekten integrierten den vorhandenen Lokschuppen, EBV ließ als Reverenz nur eine Mauer stehen. Das Volumen entspricht jenem des Mumoks, die Realisierungskosten liegen bei 80 Millionen Franken (60,5 Millionen Euro). Dieses Projekt ist der Startschuss für ein Lausanner Museumsquartier: Daneben soll ein Designmuseum und ein Neubau für das auf Fotografie spezialisierte Musée de l'Élysée entstehen.
Und schließlich ist Bogner auch in Mannheim aktiv. 2010 wurde eine Generalsanierung der Kunsthalle beschlossen. Die Frage war, wie mit einem Teil, dem räumlich, logistisch und klimatisch schwierigen Mitzlaff-Bau aus den 1980er-Jahren, verfahren werden soll. Bogner lieferte die Grundlagen - und die Stadt entschied sich für einen Neubau. Der Wettbewerb läuft gerade, im Sommer fällt die Entscheidung. Was Bogner höchst nachahmenswert empfindet: Hans-Werner Hector, Gründer des Softwareunternehmens SAP, unterstützt das Projekt mit 50 Millionen Euro. " So etwas sollte einmal auch in Österreich passieren", sagt Bogner. Und er lächelt bitter. (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 30.5.2012)
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seinen ruf als museumsmacher hat er sich seinerzeit beim MUQA erworben. die wahl der architekten ortner wurde später von köb, dem vorigen MUMOK stiftung ludwig sehr kritisiert: fehlplanungen was den platzbedarf und die raumaufteilung betrifft. umbauten waren die folge. es würde mich interessieren, wie bogners einschätzung heute aussieht? ist das MUQA ein erfolgskonzept geworden?
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