Stuxnet, Duqu, Flame: Das Arsenal der Cyberwaffen

29. Mai 2012, 13:44
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Anti-Virus-Experten warnen vor neuer Schadsoftware

Die meisten Computerschädlinge werden von Cyberkriminellen in Umlauf gebracht, die mit ihren Programmen Geld machen wollen. Doch mittlerweile entdecken Antivirus-Experten zunehmend auch Schadprogramme, die politische Zwecke erfüllen sollen.

Stuxnet: Der Computerwurm wurde im Jahr 2011 zum Synonym für Angriffe auf große und wichtige Infrastrukturen wie Industrieanlagen und Stromnetze. Der raffinierte Schädling war auf eine bestimmte Konfiguration von Siemens-Industriesystemen zugeschnitten. Experten gehen davon aus, dass er geschrieben wurde, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Da der Arbeitsaufwand für ein derartiges Programm immens hoch ist, vermuten viele Spezialisten Staaten oder zumindest eine staatlich unterstütze Gruppe hinter dem Angriff.

Duqu: Dieser Trojaner wird von Experten als "der kleine Bruder von Stuxnet" bezeichnet. Er sammelt Daten von Computern und übermittelt sie an seine Entwickler. Die Software hat offenbar das Ziel, Industrieanlagen für weitere Angriffe auszuspionieren. Die erste Duqu-Attacke dürfte bereits auf Dezember 2010 zurückgehen. Den Namen Duqu bekam die Software, weil sie Dateien mit dem Namensteil "DQ" anlegt.

Flame: Der Virus ist mit 20 Megabyte viel größer als Stuxnet. Er greift Windows-Rechner an und führt auf dem PC unterschiedlichste Spionagefunktionen aus. Flame kann das Mikrofon des Rechners einschalten und Gespräche belauschen, Bildschirminhalte und Tastatureingaben aufzeichnen sowie das Datennetzwerk belauschen. Außerdem verfügt das Programm über eine Hintertür, so dass weitere Schadfunktionen nachgeladen werden können. (APA, 29.5.2012)

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