Platter zu Alaba: "How do you do?"

  • David Alaba wurde überrascht.
    foto: apa/jäger

    David Alaba wurde überrascht.

  • Man spricht Deutsch.
    foto: apa/jäger

    Man spricht Deutsch.

Eine Begegnung der dritten Art erlebte der österreichische Bayern-Star im ÖFB-Teamcamp: Der Tiroler Landeshauptmann sprach ihn an

Seefeld - "Wieso redet denn der Englisch mit mir?" Österreichs Fußballstar David Alaba war am Dienstag im ÖFB-Teamcamp in Seefeld einigermaßen verwundert, dass der zu Besuch gekommene Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) mit ihm auf Englisch kommunizierte.

"How do you do?", soll Platter gesagt haben. "Danke, gut. Sie können ruhig Deutsch mit mir reden, ich bin Österreicher", so die Antwort. Nicht nur böse Zungen behaupten, dass Alaba selbst der hochdeutschen Sprache mächtiger sei als der Landeshauptmann. Platter gestand, dass ihm der Zwischenfall "natürlich peinlich ist" und ergänzte: "Ich bin - wie man sieht - kein Fußballexperte und ersuche, diesen Fauxpas zu verzeihen."

Platter wurde durch ein vorangegangenes, auf Englisch geführtes Gespräch zwischen Alaba und dem englischen ÖFB-Conditioning-Coach Roger Spry verwirrt. Die Reaktion Alabas hat aber auch Platter imponiert: "Ich danke David Alaba für seine gelassene Reaktion und wünsche ihm und dem österreichischen Nationalteam bei den zwei Freundschaftsspielen in Innsbruck viel Erfolg".

"Zweitgrößter Aufsteiger der Saison"

Mehr Anerkennung erfährt der Österreicher bei seinen Kollegen in der deutschen Bundesliga. Der 19-Jährige von Vizemeister Bayern München wurde in einer Umfrage des Fachmagazins "kicker" (Dienstag-Ausgabe) unter 245 Profis zum zweitgrößten Aufsteiger der Saison gewählt. Mit 19,7 Prozent an Nennungen lag Alaba in dieser Wertung nur knapp hinter dem deutschen Neo-Teamstürmer Marco Reus (22,7 Prozent).

Reus wechselt in der Winterpause für kolportierte 17 Millionen Euro vom Sensationsteam Borussia Mönchengladbach zu Meister Borussia Dortmund. "Sein Verfolger tauchte in unserer letzten Umfrage noch auf keinem Stimmzettel auf", schrieb der "kicker". "Bayerns Linksverteidiger David Alaba schob sich in der Rückrunde ins Rampenlicht."

Alaba kam in der abgelaufenen Saison auf 47 Pflichtspieleinsätze für den Champions-League-Finalisten, 30 davon in der Bundesliga. In der Wertung zum "Aufsteiger der Saison" ließ der Wiener auch Robert Lewandowski hinter sich. Der polnische Teamstürmer, der Dortmund mit 22 Ligatoren zum zweiten Titel in Serie geschossen hat, brachte es auf 13,2 Prozent Zustimmung. (APA/red, 29.5.2012)

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