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Ergebnis einer unangekündigten Schwerpunktkontrolle: Die Pferde sind teilweise in einem vernachlässigten Zustand.
Wien - Ein Teils nachlässiger Umgang mit den Pferden und eine gefährliche Kutsche, die aus dem Verkehr gezogen werden musste: Bei einer Schwerpunktkontrolle am Wiener Fiaker-Standplatz am Heldenplatz haben Behörden und Polizei einige schwarze Schafe ertappt. Insgesamt wurden 17 Gespanne unter die Lupe genommen - das Ergebnis: zwei Anzeigen und fünf Mängelbehebungsaufträge. In drei Fällen wird eine Anzeige noch geprüft.
"Die Kontrollen erfolgen unangekündigt", erklärte Einsatzleiterin Ivonne Litschauer, Referentin für Fiakerangelegenheiten bei der MA 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten). Bei den Standplatzkontrollen wird überprüft, ob die behördlichen Auflagen eingehalten werden. Die Kutscher müssen unter anderem Kutscherausweis und Fahrtenbuch, das seit 1. April mitzuführen ist, vorweisen. Der Amtstierarzt prüft den Gesundheitszustand der Pferde, die Polizei führt Alkoholkontrollen bei den Kutschern durch. Ein Mitarbeiter der MA 48 (Abfallwirtschaft) nimmt Sitz und Zustand der Pooh-Bags in Augenschein. Auch die Fuhrwerke werden genau unter die Lupe genommen.
Deichselsicherung fehlte
Der wohl gefährlichste Mangel, den die Behörden beim Rundgang am Heldenplatz entdeckten, betraf eine Kutsche: Bei dieser fehlte die Deichselsicherung. "Die Deichsel ist nur eingesteckt und nicht gesichert. Das heißt, sie kann sich von der Kutsche lösen", erklärte der technische Sachverständige der Landesfahrzeugprüfstelle (MA46). Dafür gab es eine Anzeige. Das Gespann durfte nicht mehr weiterfahren - nicht einmal nach Hause. Es wurde vielmehr sofort aus dem Verkehr gezogen.
Amtstierärzte bei Schwerpunktkontrolle dabei
Bei der Kontrolle zeigte sich auch, wie nachlässig so manch ein Fuhrunternehmer mit seinen Tieren umgeht. "Der Ernährungszustand des linken Pferdes ist an der Kippe", rügte der Amtstierarzt einen jungen Kutscher. Die Rippen und Hüftknochen des Tieres traten stark hervor. Auch ein weiteres Gespann stach den Kontrolleuren ins Auge. Die Pferde waren so angeschirrt, dass die Riemen drückten.
Zudem stieß der Tierarzt bei seiner Kontrolle auf ein Pferd, dem es sichtlich nicht gut ging. Das Fell verriet außerdem, dass es kürzlich stark geschwitzt hatte, die Venen waren sichtbar. Eine Krankheit konnte der Veterinär an Ort und Stelle nicht feststellen, trotzdem bat er den Kutscher: "Ich würde vorschlagen, Sie fahren heim." Das tat dieser auch sofort.
Litschauer versicherte jedoch bei dem Rundgang: "Der Umgang der Fiaker mit den Pferden ist in den meisten Fällen sehr gut." Ihrer Erfahrung nach gebe es mehr Anzeigen wegen mangelhafter Kutschen als wegen schlecht gepflegter Tiere. Dies war auch bei der Kontrolle am Heldenplatz der Fall. Neben der Anzeige für die gefährliche Kutsche betraf eine weitere einen Pooh-Bag. Dieser befand sich in einem so schlechten Zustand, dass laut Einsatzleiterin eine Verunreinigung der Straße zu befürchten war.
Pferde länger als erlaubt im Einsatz
Das Veterinäramt prüft außerdem noch in drei Fällen, ob es zu einer Anzeige kommt. Bei der Kontrolle der Fahrtenbücher entdeckte der Tierarzt bei der schnellen Durchsicht, dass die Pferde bereits länger als erlaubt im Einsatz waren. Fünf Tage dürfen es laut Gesetz maximal sein. Zudem müssen die Tiere an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen Pause haben. Da die Regelung sehr komplex ist, wird nun nochmals genau durchgerechnet, ob es zu den Verstößen gekommen ist.
Die Standplatzkontrollen finden in regelmäßigen Abständen statt. Insgesamt gibt es in der Innenstadt fünf Fiaker-Wartezonen: am Stephansplatz, in der Jungferngasse, bei der Albertina, in der Allee am Ring beim Volksgarten und am Heldenplatz. Letztere wird so gut wie fix auf den Michaelerplatz verlegt, da dieser an heißen Tagen Kutscher und Rössern Schatten spendet. Am Heldenplatz sind sie hingegen der prallen Sonne ausgesetzt.
Vonseiten der Behörden gibt es bereits grünes Licht für eine Verlegung, informierte ein Sprecher von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Vergangene Woche habe die Behördenverhandlung stattgefunden, derzeit laufe noch die Einspruchsfrist. (APA, 29.5.2012)
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du und deinesgleichen habt ja so Recht!!!
Ich finde es so unmenschlich von einem Lebewesen (egal ob Mensch oder Tier) zu verlangen für seinen Lebensunterhalt eine Gegenleistung zu bringen, die reinste Sklaverei.
Am besten wir laufen alle los, wählen nur noch Grün und hoffen auf den totalen Kommunismus.
Es lebe das rot/grüne Parasitentum!!!
ojda herst
die viher haben ja stärkere gewerkschaft als die jungen prekären alsleiharbeiter beschäftigten studenten...
vielleicht könnte man statt pferdchen paar arbeitslose jungakademiker - studis anstellen so für 5.50--- 5tage die woche ----super ideee!!!!!
Was haben diese armen Tiere verbrochen, dass sie so gequält werden?
Zählt ein Touristen-Image mehr als fühlende, unschuldige Lebewesen? Pferde mitten in der Stadt sind per se Tierquälerei, egal ob nun das Gesetz eingehalten wird oder nicht.
Das gehört einfach verboten!
Die Position der Grünen finde ich äußerst schwach:
http://wien.gruene.at/2011/02/16/fiaker
Und von den anderen Parteien kann man sich diesbzgl. sowieso nichts erwarten.
Er hat einmal in einem Interview gemeint, Fiaker gehören traditionell zu Wien, wie das Riesenrad oder der Stephansdom, sind quasi ein Wahrzeichen.
Traurig, so etwas von einem sonst nicht unintelligenten Menschen hören zu müssen.
und Pferdepisse stinkt im Sommer womöglich noch ärger als die Pferdeäpfel.
Die Stadt fährt dann regelmäßig mit dem Hochdruck-Wasserreinungswagen aus und nebelt die Leute, die in den Gastgärten sitzen und ganz im Sinne der Frau Stenzel vor sich hinkonsumieren in eine fein zerstäubte Pisse/Kacke/Wasser-Wolke.
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