Berlin will bei Hochfrequenzhandel-Regulierung vorpreschen

29. Mai 2012, 12:49
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Erfahrungen in Deutschland sollten in geplanten EU-Regeln einfließen

Deutschland soll nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition bei der Regulierung des superschnellen Computerhandels an Börsen vorpreschen. Nach den Plänen soll die Börsenaufsicht jederzeit den umstrittenen Hochfrequenzhandel stoppen können. Einen entsprechenden Vorstoß für einen nationalen Alleingang bestätigten Finanzexperten von Union und FDP am Dienstag in Berlin. Erfahrungen in Deutschland sollten dann in die geplanten EU-Regeln einfließen, hieß es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland".

Komplizierte Formeln

Beim automatisierten Hochfrequenz-Handel werden Computer mit komplizierten Formeln gefüttert. Der superschnelle Börsenhandel per Auto-Pilot gilt als ein Auslöser vieler Turbulenzen weltweit. Innerhalb von Millisekunden werden Aktien gekauft und wieder verkauft, um minimale Kursdifferenzen zu nutzen und Milliarden zu bewegen. Der stark zugenommene "Algo-Handel" macht Kettenreaktionen und Betrugsfälle wahrscheinlicher. Denn fallen die Kurse, zieht dies weitere Verkaufswellen nach sich, was Panikstimmung auslösen kann. (APA, 29.05. 2012)

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