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Wien - Bei der deutschen Drogeriekette Schlecker muss bis Freitag ein rettender Käufer präsentiert werden, andernfalls wird der Betrieb eingestellt, tausende Mitarbeiter würden ihren Job verlieren. Davon betroffen wäre auch die Österreich-Tochter mit ihren 930 Filialen, in der rund 3.000 Menschen beschäftigt sind. Doch für sie gibt es ebenfalls Gespräche mit Investoren, sagte Klaus Ferdinand Lughofer, Anwalt von Schlecker Österreich, am Dienstag. Details verriet er nicht. In Deutschland ruhen die Hoffnungen unterdessen auf dem Investor Nicolas Berggruen, der nach der Übernahme von Karstadt auch für die Schlecker-Mitarbeiter zum Retter werden könnte.
Selbst wenn die Rettung in Deutschland nicht gelinge, könne Österreich alleine agieren, versuchte Firmenanwalt Lughofer zu beruhigen. Branchenexperten und Wirtschaftsprüfer sind allerdings anderer Meinung und verweisen auf die enge Verflechtung zwischen Österreich und Deutschland - vor allem beim Einkauf. "Um den Einkauf mache ich mir am wenigsten Sorgen", meinte hingegen Lughofer. Aus seiner Sicht sind IT und Lagerverwaltung, die über die Konzernmutter in Deutschland laufen, eher das Problem.
Galgenfrist bis Freitag
Schlecker Österreich hat hohe Forderungen gegenüber der Konzernmutter, die aufgrund der Insolvenz eingefroren sind. Im Jahr 2010 beliefen sich diese Forderungen auf 169 Mio. Euro, in etwa so hoch war damals auch das Eigenkapital.
Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte vergangene Woche eine Galgenfrist bis diesen Freitag gesetzt und betont, dass bis dahin "belastbare Angebote" vorliegen müssten. (APA, 29.5.2012)
Firmengründer Anton Schlecker haftet mit seinem Privatvermögen für die Pleite. Die Familie soll sich kooperativ verhalten
Sicherheiten gingen an Unternehmensgruppe Schwarz
Komplette Ladenausstattungen, Gabelstapler und weiteres Anlagevermögen wird in Deutschland versteigert
Dass Schlecker gelingt, woran Adeg, Zielpunkt und andere kleine Kaufleute scheiterten, ist zu bezweifeln
mitarbeiter dieser filiale melden sich bitte unter tel. .... oder persönlich an ...... -
offenbar wurden nicht einmal mitarbeiter von der schliessung der filiale informiert ....
"mitarbeiter dieser filiale mögen sich bitte unter tel : .. oder persönlich an .... - wenden.
offenbar wurden hier nicht einmal mitarbeiter von der schliessung informiert.
/Kapitalistensprech ein:
Aber nur wenn
1. Löhne und Lohnnebenkosten massiv gesenkt und
2. Staatshaftungen garantiert werden.
In Kleingemeinden sollte
3. die Miete zu 100% vom Gemeindebudget berappt werden, immerhin sind wir ja die letzen Nahversorger
/Kapitalistensprech aus.
wärs am ende dann noch, wenn nicht:
ein konkurrent bzw. ein marktnaher (riesen-einzelhandels-kette) das business billig übernehmen würde, um es tw. zu schliessen
also liebe wettbewerbsbehörde, passt gut auf, wir wollen ja keine oligopole und marktbestimmer. oder?
erst hiess es Österreich sei nicht betroffen, egal wie es für die deutschen Dependancen aussieht.
Nun braucht plötzlich auch der Schlecker-Österreich Investoren...
Die Familie Schlecker war angeblich schon mittellos, aber offenbar hatten die Kinder des Patriarchen immer noch genug Kohle um gut gekleidet in teuren Autos von Pressekonferenzen zu Investorengesprächen zu fahren (fahren zu lassen).
Ich wäre ja eher für eine Liquidierung sämtlicher Schlecker-Werte und gut is. Diese Diskont-Kette lebte bisher davon dass MA schlecht (teils sogar unter den gesetzl. Vorgaben/KV) bezahlt wurden, die Filialen personell unterbesetzt waren (und zwar durchgehend) und ein Teil des Sortiments reiner RAMSCH.
Was daran "erhaltenswert" wäre seh' ich nicht.
Zu "Nun braucht plötzlich auch der Schlecker-Österreich Investoren..." - die Antwort steht oben im Text: Wenn der Schlecker D nicht zerschlagen wird, ist alles gut. Wenn aber Schl.D. schon zerschlagen wird, muss Schl.A. in EDV und Lager investieren - und das Geld ist nicht da.
Liquidierung ist idR der schlechteste Weg: Banken, Lieferanten und Steuerzahler fallen um den maximalen Betrag um und alle MA werden arbeitslos und fallen dem Steuerzahler zur Last. Was soll daran so toll sein? Bei Fortführung müssen zwar alle ein wenig dran glauben, aber das ist erheblich besser als nix. Positive Fortführungsaussicht vorausgesetzt.
witzig: Diese Diskont-Kette lebte bisher davon dass ... ein Teil des Sortiments reiner RAMSCH.
konnten sich nur Schlecker"waren" leisten.
Das sagt alles über solche Unternehmen.
Sie dienen den Eigentümern eine begrenzte Zeit als Cash Cow, aber einmal ist Schluss.
Zu Lasten der Beschäftigten, Gläubiger, ....
Ich nenne das grob fahrlässige Krida.
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